Widgets Magazine
23:41 19 September 2019
SNA Radio
    Krim auf der Landeskarte Russlands

    EU-Parlamentarier: Krim-Abspaltung wurde von Europa selbst provoziert

    © Sputnik / Alexander Vilf
    Politik
    Zum Kurzlink
    Integration und Entwicklung der Krim-Region (294)
    729810
    Abonnieren

    Die Abspaltung der Krim von der Ukraine ist nach Ansicht eines EU-Parlamentariers nicht von Russland, sondern von Europa selbst provoziert worden. „Wer hat begonnen? Wir selbst (mit der Anerkennung des Kosovo)“, erklärte der Abgeordnete Javier Couso Permuy von Spanien am Mittwoch in Straßburg.

    Nicht Russland sei es gewesen, das die Ausrufung der Unabhängigkeit der Krim ausgelöst habe, sagte der Parlamentarier in einer Debatte zum Bericht über die Lage im Schwarzmeerraum nach dem Beitritt der Krim zu Russland.

    Sein italienischer Kollege Fabio Massimo Castaldo äußerte sich besorgt über die aggressive Position des Europaparlaments gegenüber Russland. „Nicht nur das Meer ist schwarz. Düster ist auch alles, was sich hier im Europaparlament tut. Lieber kein Wort mehr von einem Kalten Krieg, denn das ist ein sehr heißer Krieg.“

    Castaldo machte darauf aufmerksam, dass der vom Rumänen Ioan Mircea Pașcu erstellte Bericht „keine Selbstkritik enthält“. „Akteure auf der internationalen Arena handeln in Übereinstimmung mit geopolitischen Interessen. Russland macht das ebenso und löst mitunter Kritik aus. Aber das Gleiche gilt auch für Europa und die USA“, sagte der Italiener.

    Pașcu zufolge hat der nach Ansicht des Europaparlaments „gesetzwidrige Beitritt der Krim zu Russland“ die strategische Lage im Schwarzmeerraum und benachbarten Regionen grundsätzlich geändert. Aus dem Bericht geht hervor, dass das Europaparlament den Beitritt der Krim zu Russland nicht anerkennt sowie die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine unterstützt.

    Castaldo sagte ferner, das größte Risiko bestehe darin, dass eine Annäherung Russlands an China und den Iran die Bildung eines neuen Blocks zur Folge haben könnte, „der viel mehr Probleme schaffen wird“. „Es kommt darauf an, den diplomatischen Dialog mit Moskau wiederzubeleben“, sagte der italienische Abgeordnete.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Themen:
    Integration und Entwicklung der Krim-Region (294)

    Zum Thema:

    Nach Krim-Verlust: Ukraine fordert Beschlagnahme russischen Eigentums
    Krim-Frage wird in Deklaration des EU-Partnerschaftsgipfels nicht fehlen
    Altkanzler Schröder: Krim bleibt Teil Russlands
    Nato besorgt über „mögliche Atomwaffenstationierung“ auf Krim
    Tags:
    EU, Ioan Mircea Pașcu, Javier Couso Permuy, Fabio Massimo Castaldo, Iran, China, USA, Spanien, Krim, Ukraine, Russland