15:49 18 Januar 2020
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    Die Anzahl der von Polizisten in den USA getöteten Menschen hat sich seit Jahresbeginn auf 500 erhöht, berichtete die britische Tageszeitung „The Guardian“ unter Hinweis auf Angaben einer eigenen Ermittlung.

    Die Zeitung berichtet von einer weiteren möglichen Steigerung der Totenzahlen auf etwa 1.000 Menschen bis Jahresende. In einem zwei Jahre zuvor erstatteten offiziellen FBI-Bericht war von 461 Toten die Rede gewesen.

    Nach Angaben von Massenmedien ist die Chance, in den USA von einem Polizisten getötet zu werden, um das 55-Fache höher als die Gefahr, einem Terroristen zum Opfer zu fallen.

    Wie die Zeitung weiter ausführte, waren 49,6 Prozent der oben genannten knapp 500 Toten Weiße, weitere 28,2 Prozent Afroamerikaner und 14,8 Prozent Lateinamerikaner. Dabei waren lediglich 21 Prozent der Toten bewaffnet. Die meisten von ihnen waren Männer (95,2 Prozent). 

    Ende Mai berichtete die US-Zeitung „Washington Post“, US-Polizisten hätten in den ersten fünf Monaten dieses Jahres 385 Menschen erschossen. Für diese Statistik wurde eine Datenbank zu allen Toten angelegt. Nach Angaben der „Washington Post“ wurden unter anderem in lediglich drei von insgesamt 385 Todesfällen Strafanzeigen gegen Polizisten erstellt, was weniger als ein Prozent ausmacht. 

    Insgesamt hatten Polizisten in den USA in den vergangenen zehn Jahren mehrere tausend Mal das Feuer eröffnet, wobei lediglich in 54 Fällen Strafanzeigen erstattet worden waren.

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    Tags:
    Polizei, Washington Post, FBI, USA