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20:56 18 Oktober 2019
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    Ministerpräsident Dmitri Medwedew beim dem Forum Asien-Europa

    Medwedew: Sanktionen zwingen russische Wirtschaft zu Umorientierung nach Asien

    © Sputnik / Damir Sagolj
    Politik
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    Die vom Westen verhängten Sanktionen haben Russland in wirtschaftlicher Hinsicht angespornt, mit Asien aktiver zusammenzuarbeiten, sagte der russische Premierminister Dmitri Medwedew am Donnerstag auf dem 17. Weltkongress der russischen Presse.

    „Mein großer Dank geht an die Staaten, die diese Sanktionen beschlossen haben. Ich bin dabei absolut aufrichtig“, so Medwedew.
    Der Regierungschef erläuterte, dass die Staatsführung auch früher eine möglichst intensive Entwicklung der Beziehungen mit der Asiatisch-Pazifischen Region erwogen hatte. 

    Jedes beliebige Land könne sich in seiner Entwicklung nicht nur an einem Geschäftspartner orientieren, so Medwedew. „Wir müssen uns immer nach allen Seiten umsehen. Wir haben besondere Freunde – die uns nahe stehenden Länder, die jetzt der Eurasischen Wirtschaftsunion angehören. Dies bedeutet jedoch nicht, dass wir uns nur auf eine Richtung beschränken sollten“, sagte Medwedew.

    Medwedew hat nach eigenen Worten bei einem Treffen mit Unternehmern die auf die Entwicklung der Beziehungen mit asiatischen Geschäftspartnern insistiert. „Da wir im Westen nicht willkommen sind und man uns kein Geld gibt und unsere Unternehmen keine Zulassung bekommen, werden wir die Beziehungen mit Unternehmen im Osten fördern. Wir sind dazu bereit“, so der Regierungschef.

    Ihm zufolge hatte Russland früher seine Beziehungen mit dem Osten, mit den asiatischen Ländern, wohl weniger intensiv entwickelt als notwendig. Jetzt habe Russland dieser Aufgabe aktiv angepackt, so Medwedew.

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    Tags:
    Sanktionen, Dmitri Medwedew, Russland