21:09 29 März 2020
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    Erstmals seit zwei Jahren haben die Delegationen der russischen Marine und der US-Kriegsflotte Beratungsgespräche über die Verhinderung von Zwischenfällen auf See geführt. Nach Angaben der 6. US-Flotte fand das Treffen am Mittwoch in Neapel statt und wurde von den US-Marinestreitkräften in Europa organisiert.

    "Diese wichtigen alljährlichen Konsultationen stellen eine professionelle Diskussion über gültige Abkommen dar, die Konflikte oder Zwischenfälle auf See zwischen Schiffen und Flugzeugen der Vereinigten Staaten und Russland vorbeugen sollen", erläuterte der Pressedienst der 6. Flotte der US Navy. Die Diskussion war im Jahr 1972 mit dem Abschluss eines Abkommens zwischen der UdSSR und den USA eröffnet worden.

    Das Treffen findet traditionell alljährlich statt, das diesjährige ist jedoch das erste seit November 2013. Die USA und die Nato hatten zuvor die Aussetzung der militärischen Kontakte mit Russland angesichts der kontroversen Sichtweisen auf die Ukraine-Krise angekündigt.

    Vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise hatte die Nato ihre militärischen Aktivitäten an Russlands Grenzen deutlich verstärkt und die Zusammenarbeit mit Russland auf Eis gelegt. Schiffe der Allianz lösten sich ständig im Schwarzen Meer ab. Im März hielt dort ein Nato-Marineverband eine Artillerieübung ab.

    Warnmanöver: Russischer Kampfjet überfliegt US-Zerstörer
    Commander, U.S. Naval Forces Europe-Africa
    Am 23 Mai hat der US-Zerstörer DDG 71 „Ross“ die Meerengen des Bosporus und der Dardanellen passiert und sich zehn Tage lang in der Region aufgehalten. Russland musste sogar Kampfflugzeuge einsetzen, um den amerikanischen Lenkwaffenzerstörer von der russischen Seegrenze abzudrängen. Nach Angaben der US-Marine diente die Präsenz des Kriegsschiffes „dem Frieden und der Stabilität in der Region“.

    Zuvor hatte die 6. US-Flotte mitgeteilt, mit der Mission würden die USA ihr Interesse daran zeigen, die Kooperation und das operative Zusammenwirken mit den Partnern in der Schwarzmeer-Region unter der Ägide der Nato zu stärken.

    Nach der DDG 71 „Ross“ hätten das französische Aufklärungsschiff „Dupuy de Lôme“ und danach das italienische Schiff „Elettra“ im Schwarzen Meer eintreffen sollen. Doch das geschah bislang nicht.

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    Tags:
    Marine, Aufklärungsschiff Dupuy de Lôme, Schiff Elettra, US-Zerstörer DDG 71 Ross, NATO, Neapel, Ukraine, USA, Russland