07:03 09 April 2020
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    Migrationsproblem in Europa (1282)
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    Die Regierung des EU-Landes Ungarn will die Schließung dessen Grenzen für Flüchtlinge erwägen, wie Regierungschef Viktor Orban am Freitag in einem Radiointerview ankündigte. „Am kommenden Mittwoch wird das Kabinett einen entsprechenden Vorschlag des Innenministers prüfen“, sagte der Premier.

    Die Schließung der Landesgrenzen wäre einer der möglichen Schritte zur Lösung des Flüchtlingsproblems. „Ich finde es falsch, dass Flüchtlinge zu uns geschickt werden. Sie sollen noch auf dem serbischen Territorium angehalten werden“, wurde der Regierungschef vom Internetportal Teraz (Bratislava) zitiert.

    Orban zufolge können Migranten, die das EU-Territorium in Griechenland betreten und dann via Mazedonien und Serbien nach Ungarn fahren, nicht mehr als politische Flüchtlinge bezeichnet werden. „Denn sie kommen zu uns aus einem Land, wo sie nichts zur Weiterflucht zwingt“, kritisierte Orban. „Diese Menschen müssten verstehen, dass die Entscheidung darüber, wem Ungarn die Einreise genehmigt, nur von uns Ungarn getroffen werden kann.“

    Der Regierungschef teilte ferner mit, dass für Anfang Juli eine gemeinsame Sitzung der Regierungen Ungarns und Serbiens geplant ist. Auf der Tagesordnung steht das Problem von Migranten aus Ländern der Dritten Welt nach Europa.

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    Migranten, Teraz, EU, Viktor Orban, Serbien, Mazedonien, Griechenland, Ungarn