20:26 10 Dezember 2019
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    Russland und China entschlüsseln Snowden-Daten - Großbritannien zieht Spione ab

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    Globale Datenüberwachungsaffäre (51)
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    Der britische Auslandsgeheimdienst Mi6 musste seine Agenten aus mehreren Ländern abziehen, weil Russland und China Spionagedaten des CIA-Whistleblowers Edward Snowden entschlüsselt haben sollen, berichtet die britische „The Sunday Times“.

    Snowden-Denkmal in New York
    © AP Photo / Aymann Ismail/ANIMALNewYork
    Russland und China hätten sich Zugang zu mehr als einer Million Geheimdokumenten aus dem Snowden-Fundus verschafft und sich über die Arbeitsmethoden der britischen und amerikanischen Spionagedienste informiert, so die Zeitung unter Verweis auf Quellen in der britischen Regierung, im Innenministerium und in Geheimdiensten.

    Der MI6 sei dadurch gezwungen gewesen, Agenten abziehen, um ihre Festnahme zu verhindern. Ein britischer Regierungssprecher bestätigte gegenüber BBC News, der Vorfall habe verhindert, dass der Mi6 an wichtige Informationen gelange.

    Der ehemalige Mitarbeiter der US-Geheimdienste CIA und NSA, Edward Snowden, hatte im Juni 2013 den Zeitungen „Washington Post“ und „Guardian“ eine Reihe Geheimdokumente über Ausspähaktivitäten der USA und Großbritanniens übergeben. Danach flüchtete er zuerst nach Hongkong, dann nach Moskau. Russland gewährte dem Whistleblowers Aufenthaltsgenehmigung.

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    Tags:
    Geheimdienst, Spionage, Guardian, Washington Post, Britischer Geheimdienst MI6, NSA, CIA, Edward Snowden, USA, Russland, China, Großbritannien