15:15 08 April 2020
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    US-amerikanische und chinesische Militärs haben ein Kooperationsabkommen im militärischen Bereich geschlossen. Das Dokument wurde von US-Generalmajor Willam Hicks und vom chinesischen General Tang Nin an diesem Wochenende in Washington unterzeichnet wie die Yeitung "China Daily" schreibt.

    Nach Meinung von Analysten wurde damit ein wichtiger Schritt nach vorn in den Beziehungen zwischen beiden Ländern getan. Es wurde besonders hervorgehoben, dass erstmals seit mehreren Jahren ein militärisches Kooperationsabkommen zwischen Washington und Peking zustande gekommen ist.

    Zugleich hat die chinesische Seite darauf verwiesen, dass die USA in ihren Äußerungen und Handlungen bei Schlüsselfragen zur territorialen Integrität Chinas vorsichtig bleiben sollten.

    Es wurde offiziell berichtet, dass die Armeen der USA und Chinas voraussichtlich im nächsten Jahr gemeinsame Heeresübungen durchführen werden. Geplant ist auch, dass die beiden Länder noch vor dem für September 2015 angesetzten US-Besuch des Vorsitzenden der VR China, Xi Jinping, weitere militärische Abkommen schließen werden. Wie es in Peking hieß, haben die militärischen Abkommen zum Ziel, Krisen in den Beziehungen zu verhindern und einen Dialogmechanismus zwischen beiden Armeen zu entwickeln.

    Washington habe Peking wegen dessen Ansprüchen auf einen Teil des Südchinesischen Meeres wiederholt darauf hingewiesen, dass schroffes Handeln bei der Verteidigung der eigenen Interessen unzulässig sei, so die Zeitung.

    Im vorigen Jahr hatte sich der Konflikt um den Archipel Spratley zugespitzt. Peking hat erklärt, dass die Inseln – ihre Zugehörigkeit ist zwischen den Philippinen, Vietnam, Malaysia und Brunei umstritten – China gehören. Peking hatte dort die Aufstellung eines Erdölbohrturmes angekündigt. China hat neben Industrietransportanlagen auch 80 Kriegsschiffe in diese Region geschickt. Infolgedessen kam es zu einem Konflikt zwischen Chinesen und vietnamesischen Schiffsbesitzern, der in umfassende anti-chinesische Pogrome in Vietnam gipfelte.

    China hatte im April 2015 bekanntgegeben, auf dem umstrittenen Territorium Land gewonnen zu haben. Wie im Mai aus Washington verlautete, hat China mobile Artilleriesysteme auf den Inseln stationiert. Daraufhin erklärte die chinesische Botschaft in Washington, dass die genannten Inseln chinesisches Territorium seien. Aus Peking hieß es, China sei berechtigt, dort seine Verteidigungswaffen zu stationieren, werde dies aber nicht tun.

    Laut der Ende Mai veröffentlichten neuen militärischen Strategie Chinas soll seine Kriegsmarine schrittweise vom ausschließlichen Schutz der Küstengebiete zu einer gemischten Gewährleistung der Sicherheit in den Küstengebieten und auf offener See übergehen.

    Wie US-Verteidigungsminister Ashton Carter im Mai äußerte, sollte China unverzüglich mit der Erschließung der Küstengebiete des Südchinesischen Meeres aufhören.

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    Tags:
    Sicherheit, Willam Hicks, Ashton Carter, Washington, Peking, USA, China