13:59 28 Januar 2020
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    Zu viele Interessengruppen in den Vereinigten Staaten profitieren von einer permanenten Kriegsführung. Darüber hinaus lässt sich Washington durch Falschmeldungen seiner Verbündeten irreleiten und schafft sich einen stetigen Zufluss an neuen Feinden, indem es Zivilisten in Kampfgebieten tötet, schreibt American Conservative.

    Der  Sieg sei nur ein zweitrangiges  Ziel bei den Kriegen, die von den Vereinigten Staaten geführt werden, deshalb dauern bewaffnete Konflikte unter Beteiligung der US-Militärs unendlich.

    Die Zeitschrift erläutert zwölf Gründe, warum die USA in Kriegen nicht gewinnen.

    Vor allem gewährleiste der Krieg lukrative "Logrolling-Verträge" in den Schlüsselwahlkreisen (logrolling — Stimmenhandel unter gesetzgebenden Körperschaften), Fördergelder für Hochschulspezialisten, die sich mit dem Studium von Strategie befassen, sowie die Finanzierung neuer Waffen.

    Darüber hinaus fördere der Krieg den „Wohlstand“ der intellektuellen Gemeinschaft. Mitarbeiter der Forschungszentren haben die Möglichkeit, viel im Fernsehen aufzutreten, Vorträge zu halten; die neue Finanzierung schafft auch neue Arbeitsplätze.

    Kongressabgeordnete erhalten mehr Sendezeit, wobei "Kritiker wegen der Beeinträchtigung von militärischen Anstrengungen oder sogar wegen Feindbegünstigung verurteilt werden können". Dabei sei der Kongress eher am Anschein eines Siegs als am Endergebnis interessiert. "Jeder fühlt sich wichtig" – schreibt die Zeitung ironisch.

    Gleichzeitig wissen die Amerikaner sehr wenig über die Orte, an denen die Konflikte stattfinden. Nur wenige Menschen sind bereit, "das Leben zu vergeuden, um Volksstämme, Religionen und Bräuche in unverständlichen und unbequemen Weltregionen zu studieren", schreibt American Conservative.

    Der anhaltende Konflikt schiebt die schwierigen Entscheidungen über die Ausgabenkürzung im Rüstungshaushalt auf.
    Darüber hinaus sei die Entfesselung eines Krieges eine traditionelle Art und Weise der Machthaber, um an Popularität zu gewinnen und notwendige interne Reformen zu vermeiden, so das Blatt.

    „Wenn ein Konflikt ausbricht, erhalten die Medien mehr Zuschauer“, konstatiert die Zeitschrift.

    Solche Geheimdienste wie das FBI, die den Staatshaushalt Hunderte Millionen kosten, haben Bedarf an Gefährdungen, damit es auch stets etwas zum Beseitigen gäbe.

    Außerdem seien an ständigem Krieg private Söldner interessiert, die im Gegensatz zu gewöhnlichen Soldaten in Friedenszeiten nicht bezahlt werden.

    Andererseits benötigen auch Offiziere der US-Streitkräfte Kampfhandlungen, um sich einen Karriereaufstieg zu ermöglichen. In der Schlange an der Karriereleiter stehen nach jedem Offizier Dutzende andere, die in ihrem Lebenslauf "Kriegserfahrung" angeben wollen, berichtet die Zeitung. Um die Zahl der Opfer unter den US-Militärs zu minimieren, bombardiere und zerstöre Amerika ganze Dörfer und Städte und schaffe sich somit einen stetigen Zufluss an neuen Feinden.

    Darüber hinaus sei Washington sehr empfindlich gegen Operationen „unter falscher Flagge" und die Propaganda seiner Verbündeten, berichtet die Zeitschrift. "Diverse ausländische Regierungen und Rebellen wollen, dass wir ihre lokalen Feinde bombardieren oder besiegen" – schreibt The American Conservative und führt als Beispiel die Ereignisse im Irak, in Libyen und Syrien an.

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    Tags:
    The American Conservative, FBI, Syrien, Libyen, Irak, USA