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    Internationale Friedensbemühungen im Ukraine-Konflikt (146)
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    Falls in den nächsten zwei bis drei Wochen keine politischen Handlungen unternommen werden sollten, könnte die Situation im Donbass in eine heißere Phase übergehen, wie Andrej Purgin, Volksrats-Vorsitzender der Donezker Volksrepublik, vor Journalisten sagte.

    „Wenn es in den nächsten zwei bis drei Wochen keine politischen Handlungen im „Normandie“- oder Minsker Format geben wird, könnte dies die Situation in eine heißere Phase stürzen“, äußerte Purgin.

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    Weiter erklärte Purgin, dass bereits jetzt von einem Krieg gesprochen werden könne, obwohl sich die Situation immer noch „im vernünftigen Rahmen“ halte.

    „Wir können bereits feststellen, dass der Krieg im Gange ist und es bereits bewaffnete Aufklärungsversuche sowie Versuche einer Offensive seitens der Ukraine gegeben hat. Wir müssen feststellen, dass wir eine solche heiße Phase bereits erreicht haben, die allerdings nicht über den vernünftigen Rahmen hinausgeht. Das ist aber nur eine Frage der Zeit“, so Purgin.

    Purgin äußerte die Hoffnung auf eine Reaktion der „Normandie-Vier“, die den Provokationen der Ukraine ein Ende setzen sollte.

    „Hoffentlich wird das nicht lange dauern. Früher oder später kommt es zu einer Reaktion der „Normandie-Vier“, die als Garant der Maßnahmen vom 12. Februar auftritt. (…) Dies kann nicht endlos dauern. Ich denke, dass es in der nächsten Zeit irgendeine Lösung geben wird“, fügte Purgin hinzu.

    Im April 2014 hatte die ukrainische Staatsführung eine militärische Operation gegen die Bewohner des Donezbeckens im Osten der Ukraine begonnen, die mit dem Februar-Staatsstreich nicht einverstanden waren. UN-Angaben zufolge sind im Laufe des Konflikts mehr als 6.500 Zivilisten ums Leben gekommen.

    Die Beilegung der Ukraine-Krise wird in verschiedenen Formaten, unter anderem bei den Verhandlungen der Kontaktgruppe in Minsk unter Vermittlung Russlands und der OSZE, behandelt.

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    Tags:
    Minsker Abkommen, Andrej Purgin, Russland, Donbass, Ukraine