18:43 18 Dezember 2018
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    Russlands Sicherheitschef: Moskau ruft niemanden zum Kampfeinsatz im Donbass auf

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    Russlands Behörden rufen niemanden auf, in die Ostukraine zu gehen und dort auf der Seite der Milizen zu kämpfen, so Nikolai Patruschew, Sekretär des Sicherheitsrates Russlands. „Wir fördern das nicht und ermuntern niemanden dazu“, sagte er in einem Interview für die Tageszeitung „Kommersant“.

    „Es ist aber nicht möglich, dies real zu verhindern. Immerhin sind zwei Millionen Flüchtlinge nicht zufällig aus der Ukraine nach Russland gekommen – bei uns haben sie Verwandte und Freunde. Sie erzählen denen über die Untaten, die dort begangen werden. In dem Moment schalten sich die Emotionen ein: Die Menschen gehen dorthin und nehmen (an den Kampfhandlungen) teil“, so Patruschew.

    „In der Ukraine gibt es genug Familien, in denen die Verwandten des öfteren direkt entgegengesetzte Positionen beziehen und streiten“, fügte er hinzu. „Dies ist ein Bürgerkonflikt. Wir sind bereit, die ukrainischen Flüchtlinge zu unterstützen und tun das auch – sie werden übrigens weder in der EU noch in den USA aufgenommen. Es wäre aber nicht zweckmäßig, sich in den Bürgerkonflikt einzumischen.“

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    Tags:
    EU, Nikolai Patruschew, USA, Russland, Ukraine, Donbass