16:35 12 Juli 2020
SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    62558
    Abonnieren

    Als Reaktion auf die Verlängerung der EU-Sanktionen hat die russische Regierung eine Verlängerung der Gegensanktionen beschlossen. Das Kabinett legte am Montag Präsident Wladimir Putin eine Rechtsverordnung zur Unterzeichnung vor, die den Importstopp für Lebensmittel aus westlichen Staaten verlängert.

    „Das Dokument wurde in der Präsidialverwaltung eingebracht“, bestätigte Regierungssprecherin Natalja Timakowa. Die schwarze Liste bleibe weitgehend unverändert. Ausgenommen seien nur Biomaterial, Fischbrut und Larven für Austernzucht.

    Die EU hat am Montag die Wirtschaftssanktionen gegen Russland bis zum 31. Januar 2016 verlängert. Daraufhin versprach der russische Regierungschef Dmitri Medwedew, das Kabinett werde dem Präsidenten umgehend eine Verlängerung der Gegensanktionen vorschlagen.

    In der Ukraine-Krise hatte die EU im vergangenen Jahr – auf Drängen der USA — in vier Etappen politische und wirtschaftliche Sanktionen gegen Russland verhängt. Nach dem dritten Sanktionspaket konterte Russland im August mit einem Einfuhrverbot für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel aus der EU, den USA, Kanada, Australien und Norwegen. Unter das Embargo fielen unter anderem Rind-, Schweine- und Geflügelfleisch, Meeresprodukte, Obst, Gemüse, Käse und einige andere Milcherzeugnisse sowie Nüsse.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    EU wird Bulgarien wegen russischem Lebensmittelembargo teilweise entschädigen
    Medwedew schließt weitere Lockerungen von russischem Lebensmittelembargo nicht aus
    Minister: Abschaffung von Lebensmittelembargo steht nicht zur Diskussion mit EU
    Russische Behörde schließt selektive Lockerung ihres Lebensmittelembargos nicht aus
    Tags:
    Embargo, Lebensmittel, Sanktionen, EU, Dmitri Medwedew, Wladimir Putin, Natalja Timakowa, USA, Russland, Ukraine