05:17 20 April 2018
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    DW startet 24-Stunden-TV-Sender auf Englisch – Kampf gegen „russische Propaganda“

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    Die Deutsche Welle hat am Montag ihr 24-Stunden-Fernsehprogramm in englischer Sprache gestartet. Der staatliche Sender baut sein internationales Korrespondentennetz aus. In erster Linie soll die DW-Präsenz in Asien und Afrika erweitert werden, so Carsten von Nahmen, Chef des Nachrichten-Ressorts.

    Zuvor hatte DW-Intendant Peter Limbourg keinen Hehl daraus gemacht, dass eines der Ziele des englischsprachigen Rund-um-die-Uhr-Senders darin besteht, der „putinschen Propaganda“ die Stirn zu bieten. Wie die Zeitung „The Wall Street Journal“ in diesem Zusammenhang feststellt, dürfte dabei die in mehreren Fremdsprachen sendende russische TV-Anstalt RT  als Hauptrivale angesehen werden. 

    US-Politiker hatten den Sender RT bereits recht oft als eine Bedrohung hingestellt. 2014 bezeichnete US-Außenminister John Kerry diesen Sender als einen „Propaganda-Sprachrohr“. Noch 2011 forderte Hillary Clinton eine Verstärkung der Finanzierung der international sendenden US-Medien mit der Begründung, die USA hätten im Medienkrieg gegen solche Sender wie RT das Nachsehen.

    Im April 2015 hielt der US-Kongress eine Anhörung ab, bei der Wege zur Neutralisierung des wachsenden internationalen Einflusses des russischen Senders behandelt wurden.

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    Tags:
    Propaganda, Russia Today, Deutsche Welle, John Kerry, Peter Limbourg, USA, Deutschland