06:31 16 Juni 2019
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    Obama: Rassismus in USA noch nicht überwunden

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    Politik
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    Die USA haben einen bedeutsamen Fortschritt bei der Bekämpfung des Rassismus erzielt, dieses Problem aber noch nicht endgültig gelöst, wie US-Präsident Barack Obama am Montag erklärte.

    „Die Situation der Afroamerikaner hat sich in meiner Lebenszeit spürbar verbessert, neue Möglichkeiten haben sich eröffnet“, sagte der US-amerikanische Spitzenpolitiker in einem am Montag ausgestrahlten Interview für das Internetradio WTF. Diese Aussage steht im Zusammenhang mit dem sich in der vorigen Woche in Charleston (Bundesstaat South Carolina) ereigneten Amoklauf, bei dem neun Afroamerikaner erschossen worden waren. 

    Unter anderem gab Obama zu, dass „es in jeder Struktur unseres Lebens Diskriminierung gibt und sie immer noch Teil unserer DNA ist“. „Wir sind davon noch nicht geheilt“, sagte er.

    "Und es geht nicht nur darum, dass es unhöflich ist, in der Öffentlichkeit das Tabu-Wort 'Nigger' zu sagen, und auch nicht darum, ob der Rassismus existiert“, so Obama weiter. „Die Gesellschaft kann nicht in einer Nacht alles, was in den vergangenen 200 bzw. 300 Jahren vor sich gegangen ist, ausradieren“, unterstrich der US-Präsident.

    In der vorigen Woche hatte der 21jährige Dylann Roof in einer Kirche in Charleston gleich neun Kirchgänger ermordet. Er hatte zugegeben, dass er dies aus Rassenhass getan habe. 

    Wie das Weiße Haus berichtete, wird Obama bei der Beisetzung eines der Toten – des Kirchenpastors und Mitgliedes des Repräsentantenhauses von South Carolina, Clements Pinckney – am kommenden Freitag eine Gedenkrede halten.

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    Tags:
    Internetradio WTF, Dylann Roof, Barack Obama, USA