05:10 02 Juni 2020
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    Die USA wollen das Risiko eines echten „failed-state“ an der Nato-Südflanke nicht eingehen. Denn ein „Grexit“ hätte fatale Konsequenzen für die Nato, wie die Netzzeitung „Deutsche Wirtschafts-Nachrichten“ (DWN) berichtet.

    Die US-Regierung könne den sogenannten Grexit nicht zulassen, denn „sie setzt darauf, Russland und die EU gegeneinander auszuspielen“. Die USA brauchen laut DWN eine einheitliche Europäische Union, die bereit wäre, eine Verlängerung der Sanktionen gegen Moskau auch weiterhin zu begrüßen.

    „Die Amerikaner sehen ganz genau, dass der Austritt Griechenlands aus dem Euro die EU zerreißen würde. Sie wissen, dass es zu einer gigantischen Wertvernichtung kommen würde, die keine Regierung überleben würde. Der Zerfall der EU aber würde auch die Position der Nato gefährden, weil die einzelnen Staaten sich dann unter Umständen neu orientieren könnten. Daher ist für die US-Regierung der Aufbau des Feindbilds Russland auch so wichtig: Die Nato soll zur Klammer werden, die Europa stärker zusammenbindet als die politischen Gremien der EU. Nur so kann Washington auf Dauer sicherstellen, dass es weiter beherrschenden Einfluss auf die Entscheidungen in Europa ausüben kann“, schreiben die DWN.

    Russland könne zwar keine wesentliche Finanzhilfe für Griechenland leisten, doch die beiden Länder haben historisch gewachsene Bindungen, sowohl politischer und kultureller als auch ökonomischer Natur. Und es gebe die Sorge, dass eine weitere Anheizung des Konflikts mit Moskau und eine anhaltende wirtschaftliche Instabilität Griechenlands zu einer politischen Feindseligkeit gegenüber dem übrigen Europa bei den griechischen Wählern führen könnte.

    Der Konflikt mit Russland müsse beendet werden, denn ohne Griechenland als „Flugzeugträger“ im Mittelmeer wäre die Nato nachhaltig destabilisiert, verweist die Zeitung auf die Worte von Folker Hellmeyer, Chefvolkswirt der Bremer Landesbank.

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    Tags:
    Grexit, Austritt, Finanzhilfe, EU, NATO, Bremer Landesbank, Eurozone, Folker Hellmeyer, USA, Russland, Griechenland