22:18 20 April 2019
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    Französischer Ex-Botschafter: Die Krim gehörte nie zur Ukraine

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    Die europäische und die französische Diplomatie hat in der Ukraine-Frage Fehler gemacht, die hätten vermieden werden können, wie der ehemalige Botschafter Frankreichs in Russland Jean de Gliniasty äußerte, dessen Worte die französische Zeitung „Le Figaro“ zitiert.

    „Dies war nicht schwierig gewesen. Sewastopol hätte an Russland übergeben werden sollen und der russischen Sprache hätte der offizielle Status auf der Krim verliehen werden sollen“, sagte de Gliniasty.    

    Ihm zufolge könnte die offizielle Rückgabe von Sewastopol an Russland erfolgen, bevor die Pacht für den  Stützpunkt der russischen Schwarzmeerflotte auf der Krim 2042 abgelaufen ist. 

    „Diese Projekte hätten in dem Moment konzipiert werden können, in dem sich Moskau gegen die Unterzeichnung eines Assoziationsabkommens zwischen der EU und der Ukraine auszusprechen begann“,  äußerte der frühere Botschafter. 

    Die Tatsache, dass die EU die Geschichte nicht kenne, sowie das Vorgehen der USA hätten daran gehindert. „Wir sind in die Hände der USA gelangt“, fügte er mit Bedauern hinzu. 

    Auf zeitweilige Verstöße gegen den Waffenstillstand in der ostukrainischen Bergbauregion Donbass eingehend, sagte de Gliniasty, er sehe darin  die Hand von Washington. 

    Im Ergebnis kann die Ukraine seiner Ansicht zufolge eine der beliebten Tribünen der US-amerikanischen Diplomatie bleiben, um Russlands Handlungen im postsowjetischen Raum zum Scheitern zu bringen.

    Was die Krim anbelangt, ist de Gliniasty davon überzeugt, dass die Halbinsel nie zur Ukraine gehört hat. „Die Krim war immer russisch“, unterstrich der Ex-Botschafter.         

    Jean de Gliniasty war von Mai 2009 bis Oktober 2013 französischer Botschafter in Russland. 

    Die von Russischstämmigen dominierte Schwarzmeerhalbinsel Krim war nach einem Referendum im März 2014 der Russischen Föderation beigetreten. 

    Nach der Wiedervereinigung der Krim mit Russland verhängten die USA und — auf ihr Drängen hin — die Europäische Union  politische und wirtschaftliche Sanktionen gegen Russland.

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    Tags:
    EU, Schwarzmeerflotte, Le Figaro, Jean de Gliniasty, Donbass, USA, Ukraine, Krim, Russland, Frankreich