21:08 27 Januar 2020
SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    231679
    Abonnieren

    Nur fünf der 18 Nato-Mitglieder – Großbritannien, Estland, Griechenland, Polen und die USA – entsprechen der Forderung der Allianz nach einem Mindestanteil von zwei Prozent des BIP an den Verteidigungsausgaben der Nato-Länder und der Beitrittskandidaten, wie die US-Zeitung „The Wall Street Journal“ schreibt.

    Die Nato-Staaten Frankreich und Türkei haben die festgelegte Kennzahl mit 1,8 beziehungsweise 1,7 Prozent nahezu erreicht, wie es in dem in dieser Woche veröffentlichten Jahresbericht der Nato heißt, der die  Verteidigungsausgaben im Jahr 2014 und die potentiellen Ausgaben im Jahr 2015  beinhaltet.

    Auf der „Tafel der Schande“ stehen laut der Zeitung die größten Wirtschaftssysteme der Allianz – Deutschland und die Niederlande mit je 1,2 Prozent, Italien mit 1,1 Prozent, Kanada, mit einem Prozent und Spanien mit 0,9 Prozent. Laut den vorjährigen Angaben sind 70 Prozent der Militärausgaben der Nato-Mitglieder auf die USA entfallen. Aber auch Washington hat die militärische Belastung seines Staatshaushaltes auf 3,6 Prozent des BIP verringert. In der zweiten Amtszeit von Präsident George Bush junior waren es 4,4 Prozent.

    „Diese Zahlen sehen noch schlechter aus, wenn man bedenkt, wofür diese Gelder verwendet werden. Die meisten Nato-Mitglieder verausgaben mindestens die Hälfte ihrer Militärhaushalts für Personal, statt ihre Technik zu modernisieren“, so die Zeitung.

    So entfielen 70 Prozent der Militärausgaben Spaniens im Jahr 2014 auf  das Personal und nur 13,5 Prozent auf die technische Ausrüstung. In Italien waren es 76 beziehungsweise 11 Prozent.  Nur zum Vergleich – die US-Ausgaben für das Personal betragen 36 Prozent des Pentagon-Budgets.

    Die Zeitung verweist darauf, dass etwa 4,2 Prozent des BIP Russlands im Jahr 2013 nach Einschätzung der Weltbank für militärische Zwecke verwendet wurden. Trotz der Tatsache, dass sich der Öl-Preisverfall auf den russischen Staatshaushalt ausgewirkt habe, fahre Moskau damit fort, moderne Waffenarten, darunter den Fla-Raketenkomplex der neuen Generation S-400 und den Jagdbomber Su-34, zu entwickeln und zu vervollkommnen sowie die Militärtransport-Fliegerkräfte zu modernisieren, unterstreicht die Zeitung.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    US-Militärausgaben für Einsätze in Irak und Syrien steigen an
    Russlands Finanzminister kritisiert zu hohe Militärausgaben
    Ist die Bundeswehr pleite? Linkspartei warnt vor Panikmache
    Militärausgaben: Russland und China rüsten kräftig auf
    Tags:
    Su-34, S-400, NATO, Niederlande, Deutschland, Polen, Griechenland, Estland, Großbritannien, Spanien, Italien, USA, Türkei, Frankreich, Russland