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21:50 21 Oktober 2019
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    Die Nachrichtenagentur Sputnik

    Propagandakrieg: EU plant Medienoffensive gegen Russland, Sputnik und RT

    © Sputnik / Alexei Filippov
    Politik
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    Die Europäische Union will die angeblich russische Propaganda in den postsowjetischen Staaten bekämpfen und plant Maßnahmen gegen russische Medien wie Sputnik und den TV-Sender RT.

    Um dem russischen TV-Sender RT und dem Medienprojekt Sputnik, die „manipulierte Informationen veröffentlichen und feindliche Rhetorik aus ihren Büros in EU-Ländern verbreiten“, Widerstand zu leisten, will die EU-Kommission die Kooperation zwischen den nationalen Aufsichtsbehörden vertiefen, darunter mittels häufiger Treffen der Europäischen Gruppe der Regulierungsbehörden. Zudem will die EU-Kommission einen neuen Gesetzgebungsvorschlag zur Verbesserung der Rechtsbasis vorlegen, um den aktuellen Herausforderungen angemessen begegnen zu können, schreibt das Portal EUObserver.

    Außerdem will die EU Informationsmaterial in russischer Sprache an Pressestellen, Delegationen und EU-Mitgliedsstaaten weitergeben. Mit diesen Informationen soll den Bürgern verdeutlicht werden, dass die politischen und wirtschaftlichen Reformen der EU ihr Leben positiv beeinflussen.

    „Die Europäische Union versucht beharrlich die alternative Stimme von RT zu dämpfen, während es in Europa hunderte Zeitungen, TV- und Rundfunksender gibt, die nur eine Sicht auf die Lage in der Welt anbieten“, sagte die Chefredakteurin des TV-Senders RT, Margarita Simonjan.

    „In Großbritannien wurde eine ganze Armeebrigade aus 1500 Menschen geschaffen, die unter anderem damit beauftragt wurden, Russland in den sozialen Netzwerken zu bekämpfen. In einem Nato-Ausschuss gibt es eine spezielle Gruppe, die dem russischen Einfluss in der Welt Widerstand leisten soll. Vor einigen Tagen startete die Deutsche Welle einen 24/7-Sendebetrieb in englischer Sprache als Gegengewicht zu RT. Dabei verbreiten fast alle größeren westlichen Medien wie BBC, DW und Euronews seit langem Nachrichten in russischer Sprache. Der von den USA finanzierte Rundfunksender Radio Free Europe sendet ebenfalls auf Russisch. Falls nach alldem sich die EU immer noch darüber beschwert, dass sie den Informationskrieg gegen Russland verliert, ist vielleicht die Zeit gekommen, zu begreifen, dass die Menschen die einseitige Bereitstellung von Nachrichten durch die Mainstream-Medien satt haben“.

    Nach EUObserver-Angaben soll die Gruppe aus EU-Experten “East StratComTeam” heißen und im September gestartet werden.

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    Tags:
    Propaganda, Medien, Russia Today, EU, NATO, Sputnik, Margarita Simonjan, USA, Russland