18:57 25 September 2017
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    Goldman Sachs: Insolvenz der Ukraine bereits im Juli möglich

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    Ukrainische Finanz- und Schuldenkrise (85)
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    Die Ukraine kann Experten der Goldman Sachs Group zufolge bereits im Juli bankrottgehen, wie Bloomberg berichtet. Das Land stehe vor einer Zahlungsfähigkeits- und Liquiditätskrise und werde im nächsten Monat höchstwahrscheinlich die Kuponzahlung nicht ausführen können und schließlich seine Zahlungsunfähigkeit erklären, so die Experten.

    „Die Ukraine wird am 24. Juli die Kuponzahlung nicht durchführen können und deshalb von diesem Zeitpunkt an in eine Insolvenz geraten“, äußerte Andrew Matheny, Experte der Goldman Sachs Group, und fügte hinzu, es sei nicht zu erwarten, dass die Geldgeber den jüngsten Umschuldungsvorschlag Kiews akzeptieren werden.

    Zuvor hatte die ukrainische Finanzministerin Natalja Jaresko mitgeteilt, dass dieser Vorschlag bei einem trilateralen Treffen mit den Geldgebern und Vertretern des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington erörtert werden solle. Das Treffen wird zwischen dem 29. Juni und dem 3. Juli stattfinden.

    Die Gesamtschulden der Ukraine betragen rund 70 Milliarden Dollar, von denen 22 Milliarden Dollar von privaten Kreditgebern umgeschichtet werden sollen. Durch die Umschuldung wollte Kiew 15,3 Milliarden Dollar sparen. Die Kreditgeber lehnten die Bedingungen der Ukraine jedoch ab, die neben einer Kürzung der Zinsen auch auf einem Schuldenschnitt beharrt hatte.

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    Natalija Jaresko, Schulden, Korruption, IWF, Goldman Sachs Group, Andrew Matheny, Ukraine
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