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09:25 19 Oktober 2019
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    Nach Scheitern der Gasgespräche: Ukraine erhöht Strompreis für Krim

    © Sputnik / I. Keytilgisser
    Politik
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    Nach dem Scheitern der Gasgespräche mit Moskau hat die Ukraine die Strompreise für die russische Schwarzmeerhalbinsel Krim rückwirkend um 14 Prozent erhöht.

    „Wir haben den Preis deutlich erhöht“, bestätigte der ukrainische Energieminister Wladimir Demtschischin am Donnerstag. Der neue Preis von 3,42 Rubel je Kilowattstunde gelte seit dem 1. Juli. Zuvor hatte eine Kilowattstunde 2,99 Rubel gekostet.

    Laut Experten spielt die Ukraine die Krim-Karte aus, um Russland unter Druck zu setzen und noch stärkere Preisnachlässe für das Erdgas abzuringen. Zuvor hatte Kiew gedroht, die Stromlieferungen an die Krim völlig zu stoppen.

    In dieser Woche konnten sich die beiden Länder bei Verhandlungen unter EU-Vermittlung in Wien nicht auf neue Lieferbedingungen verständigen, woraufhin  die Ukraine ankündigte, den Gasimport aus Russland zu stoppen. Russland hatte einen Rabattpreis von 247,2 US-Dollar je 1000 Kubikmeter Gas vorgeschlagen. Die Ukraine lehnte dies ab und forderte noch stärkere Preisnachlässe. Der russische Energiekonzern Gazprom bestätigte am Mittwoch, die Lieferungen seien eingestellt worden, weil die Ukraine die Vorausrechnung nicht bezahlt hat.

    Gazprom liefert an die Ukraine seit dem vergangenen Jahr gegen Vorkasse, weil Kiew davor die Rechnungen monatelang nicht mehr bezahlt und Schulden in Höhe von mehr als fünf Milliarden US-Dollar angehäuft hatte.

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    Tags:
    Strom, Erdgas, EU, Wladimir Demtschischin, Krim, Ukraine, Russland