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18:06 20 September 2019
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    Maidan-Proteste (Archivfoto)

    Ein neuer Maidan bahnt sich an – Zeitung

    © Sputnik / Andrei Stenin
    Politik
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    Sowohl die früheren Aktivisten der Maidan-Proteste, als auch Milizen der Freiwilligenbataillone, die im Donbass im Einsatz sind, sind mit der Regierung von Petro Poroschenko nicht zufrieden, schreibt die „Sunday Times“ in ihrer Reportage aus der Ukraine. Gründe dafür gebe es genug. Als Folge entstehe die Gefahr eines neuen Maidan-Aufstands.

    Poroschenko werde vorgeworfen, dass er sein Wahlversprechen, den Krieg im Osten des Landes „innerhalb von zwei Wochen“ zu beenden, nicht eingehalten hat. Viele seien davon überzeugt, dass die Angaben über die Toten verschönert wurden.

    Außerdem werfen die Teilnehmer der Maidan-Proteste, dank denen Poroschenko an die Macht gekommen war, ihm und noch weniger populären Premier Arsenj Jazenjuk vor, ihre Versprechen hinsichtlich der Bekämpfung von Korruption und Bürokratie nicht eingehalten zu haben.

    Ein weiterer Grund für die Unzufriedenheit der Bevölkerung liege in der Unfähigkeit des Präsidenten, die Wirtschaftskrise im Lande zu überwinden. Laut einer von der Zeitung zitierten Umfrage bewerten 98 Prozent die jetzige Wirtschaftssituation als schwierig. Nur 25 Prozent würden heute wieder für Poroschenko stimmen. Verschärft werde die Lage dadurch, dass das Problem der Tarife für Gaslieferungen nicht geregelt sei.

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    Tags:
    Gaslieferung, Wirtschaftskrise, Korruption, Proteste, Maidan, Arsseni Jazenjuk, Petro Poroschenko, Donbass, Ukraine