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    Medien: Sanktionen gegen Russland sind sinnlos und schaden dem Westen selbst

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    Die Sanktionen gegen Russland schaden den sozialen und wirtschaftlichen Institutionen des Westens und lassen sich weder wirtschaftlich noch politisch rechtfertigen, wie die US-amerikanische Fachzeitschrift „The National Interest“ schreibt.

    Scott Semet, Autor des Artikels, fragt, ob der Zweck in der geopolitischen Arena immer die Mittel rechtfertige und ob es sinnvoll sei, sich selbst Schaden zuzufügen, nur um den Gegner zu behindern? Nach seiner Ansicht liefern die Beziehungen zwischen dem Westen und Russland in der letzten Zeit ein anschauliches Beispiel dafür.

    Viele gegen Russland gerichtete Handlungen hätten solche grundlegenden Prinzipien der westlichen Gesellschaft wie die Vorherrschaft des Rechts und wirtschaftliche Innovationen beschädigt.

    „In dem Bemühen, russische „Vergehen“ zu bestrafen, sind die zwei wichtigsten Kräfte – Kapitalismus und Demokratie als dessen notwendige Voraussetzung –, die dem Westen geholfen hatten, den Kalten Krieg zu gewinnen, über Bord geworfen worden, als dies für zweckmäßig gehalten wurde “, schreibt „The National Interest“.

    Westliche Medien dämonisieren Russland
    © Sputnik / Vladimir Astapkovich
    Die „Dämonisierung“ Russlands in den Augen der westlichen Gesellschaft sei laut Scott Semet nach Beginn des Militäreinsatzes gegen die Volkswehr in der Ukraine beschleunigt worden. Bei den verhängten Sanktionen sei es darum gegangen, Russland zu isolieren und dessen Wirtschaft zu zerstören. Die härtesten Maßnahmen hätten den Zugang russischer Unternehmen zu den westlichen Kapitalmärkten betroffen. Doch inwiefern ist dieses Vorgehen sinnvoll?

    Wie Semet schreibt, war die Einführung der antirussischen Sanktionen weder politisch noch wirtschaftlich sinnvoll. Bemerkenswert sei auch die Tatsache, dass sich die wirtschaftlichen Sanktionen gegen Russland negativ auf die Bonität der US-amerikanischen Kreditkarten Visa und MasterCard auswirken. Der Autor des Artikels verweist auf die chinesische Kreditkartenorganisation UnionPay als wichtigsten Herausforderer von Visa und MasterCard. UnionPay-Karten werden zunehmend weltweit, unter anderem in Russland, ausgegeben.

    Um seine politischen Ziele zu erreichen, treffe der Westen gegen Russland Maßnahmen, die seine eigenen und wichtigen sozialen und wirtschaftlichen Institutionen untergraben. Diese Tendenz könne sich intensivieren, falls die Politiker ihre Mittel zur Verfolgung der Ziele nicht sorgfältiger prüfen, schreibt Semet abschließend.

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    Sanktionen, Visa, MasterCard, The National Interest, EU, Scott Semet, Russland