03:42 01 Dezember 2020
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    Pegida und Anti-Pegida (52)
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    Nach dem überraschenden Erfolg in Dresden will sich die Pegida als politische Kraft in Deutschland etablieren. Die islamkritische Protestbewegung kündigte an, im nächsten Jahr bei vier Landtagswahlen anzutreten.

    Laut Pegida-Gründer Lutz Bachmann wird das Bündnis nicht als Partei, sondern als Bürgerbewegung Kandidaten ins Rennen schicken.

    „Zum ersten Mal werden wir am 16. März bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg versuchen, mit Direktmandaten in den Landtag zu kommen", sagte Bachmann vor Hunderten Anhängern in Leipzig nach Angaben der „Leipziger Volkszeitung“ (LVZ). Diese Entscheidung sei ein Ergebnis des Erfolges bei der jüngsten Dresdener Oberbürgermeisterwahl.

    Dabei hatte die Pegida-Kandidatin Tatjana Festerling im ersten Wahlgang Anfang Juni knapp zehn Prozent der Stimmen geholt. Dies sei innerhalb weniger Wochen und mit einem extrem kleinen Budget gelungen, sagte Bachmann dem Bericht zufolge. „Mit mehr Vorbereitung und mehr Einsatz wären 25 Prozent möglich gewesen“, mutmaßte Bachmann.

    Neben Baden-Württemberg werden im kommenden Jahr auch Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern neue Landesparlamente wählen. Pegida steht als Abkürzung für „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“. Die Bewegung hat in Dresden ihren Hauptsitz. Im Januar spaltete sich Pegida im Streit um Fotos von Gründer Lutz Bachmann mit Hitler-Bart.

    Oppositionelle Parteien werden in Europa immer populärer. Laut einer Studie, die die britische Agentur ICM Research im Auftrag der Nachrichtenagentur Sputnik durchgeführt hat, sind die zunehmende Einwanderung, die nicht eingehaltenen politischen Versprechungen von Politikern und die Enttäuschung über die EU die wichtigsten Gründe, warum immer mehr Europäer sich der Opposition zuwenden.

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    Proteste, PEGIDA, Tatjana Festerling, Lutz Bachmann, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Dresden, Deutschland