04:55 08 Dezember 2019
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    Chef der Kommunistischen Partei Vietnams Nguyen Phu Trong und US-Präsident Barack Obama

    Historischer Besuch: Vietnams KP-Chef und US-Präsident setzen auf Kooperation

    © REUTERS / Jonathan Ernst
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    Die USA und Vietnam haben vereinbart, ihre Zusammenarbeit auszubauen, teilte das Weiße Haus am Mittwochabend nach dem „historischen Besuch" des Chefs der Kommunistischen Partei Vietnams, Nguyen Phu Trong, in den USA mit.

    Zuvor am selben Tag war Trong, der kein Regierungsamt bekleidet, aber seit 2011 an der Spitze der Regierungspartei steht, in Washington von US-Präsident Barack Obama empfangen worden.

    „Die USA und Vietnam stellen positive und wichtige Ereignisse in vielen Kooperationsbereichen in den zurückliegenden 20 Jahren seit der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen fest“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der USA und Vietnams.

    Es handle sich dabei insbesondere um eine Erweiterung der Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft und Handel, um das Kriegserbe, Wirtschaft und Technik, Bildung, Gesundheitswesen, Umweltschutz und Kampf gegen den Klimawandel, Verteidigung, Sicherheit, Menschenrechte sowie die regionale und internationale Kooperation zu Fragen von gegenseitigem Interesse.

    Die Seiten einigten sich darauf, die Zahl gegenseitiger Besuche zu erhöhen und bilaterale Konsultationen zu erweitern. Sie wollen zudem Verteidigungstechnologien austauschen. Die USA werden Vietnam helfen, nicht detonierte Minen und Bomben aufzuspüren und zu entschärfen und die Menschen medizinisch zu behandeln, die von Verseuchungen durch den Vietnamkrieg betroffen sind.

    Vietnam will seinerseits den USA dabei behilflich sein, nach Überresten der in Vietnam gefallenen US-Soldaten zu suchen, die als vermisst gelten.

    Zu den weiteren wichtigen Aspekten der Zusammenarbeit zählt der Abschluss eines Transpazifischen Freihandelsabkommens (TPP).

    Im Vietnamkrieg (1965-1973) hatten die USA das südvietnamesische Regime unterstützt, das gegen den kommunistischen Norden kämpfte. Zwischen 900.000 und zwei Millionen Vietnamesen und rund 50.000 US-Soldaten sollen nach diversen Angaben durch den Vietnamkrieg ums Leben gekommen sein. Die Normalisierung der Beziehungen zwischen Vietnam und den USA nahm mehrere Jahrzehnte in Anspruch.

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    Tags:
    Kooperation, Menschenrechte, Sicherheit, Handel, Barack Obama, Nguyen Phu Trong, USA, Vietnam