09:33 21 September 2020
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    Griechenland: Schuldenkrise und Austritt aus Eurozone (94)
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    Russland hofft laut Finanzminister Anton Siluanow darauf, dass die Regierung in Athen und die internationalen Geldgeber sich baldigst auf einen Ausweg aus der Schuldenkrise einigen und damit einen Staatsbankrott Griechenlands abwehren werden.

    „Wir hoffen, dass Griechenland und seine Gläubiger eine Einigung finden“, sagte Siluanow am Donnerstag am Rande des BRICS-Gipfels in Ufa. Denn niemand sei an einem Bankrott oder an hoher Volatilität am Finanzmarkt interessiert.

    Nachdem internationale Geldgeber Griechenland 2010 und 2012 zweimal vor dem Staatsbankrott bewahrt hatten, hat das Land der Hellenen einen Schuldenberg von mehr als 240 Milliarden Euro angehäuft. Am Sonntag haben die Griechen mit deutlicher Mehrheit (61,3 Prozent) die drastischen Sparvorgaben der Gläubiger abgelehnt und damit die weitere westliche Finanzhilfe in Frage gestellt.

    Griechenland hat eine Zahlungsfrist des IWF verstrichen und hat kein Geld, um Ende Juli fällige EZB- und EU-Raten zu zahlen. Wegen ausbleibender Kredite der europäischen Zentralbank (EZB) sind die griechischen Banken geschlossen. Laut EU-Währungskommissar Pierre Moscovici muss bis Sonntag eine Einigung gefunden werden.

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    Schulden, EU, Europäische Zentralbank (EZB), IWF, Anton Siluanow, Russland, Griechenland