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19:03 22 Juli 2019
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    Rechter Sektor

    Rechtsradikaler Rechter Sektor verweigert Befehle aus Kiew

    © REUTERS / Valentyn Ogirenko
    Politik
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    Die ukrainischen Freiwilligeneinheiten haben ihren Abzug von dem umkämpften Dorf Schirokino in der Nähe von Mariupol im Rahmen der Demilitarisierung des Ortes selbst auf einen Befehl seitens der ukrainischen Staatsführung verweigert, heißt es im Jahresbericht der OSZE Monitoring Mission in der Ukraine.

    Laut dem Dokument haben Kämpfer des Rechten Sektors in einer Pressekonferenz in Mariupol geäußert, dass sie die Demilitarisierung von Schirokino verweigern würden und ihre Einheiten das Dorf selbst dann nicht zu verlassen beabsichtigen würden, wenn ihnen ein entsprechender Befehl gegeben werde.

    Das Bataillon Donbass hätte bis jetzt noch keinen Befehl zum Abzug bekommen.

    Schirokino war lange Zeit einer der am stärksten umkämpften Orte im Donbass. Den OSZE-Angaben zufolge ist der größte Teil der Einwohner aus der Siedlung ausgezogen. 80 Prozent der Häuser  seien zerstört. Am 1. Juli haben die Behörden der selbsterklärten Volksrepublik Donezk die einseitige Demilitarisierung des Dorfes angekündigt. Alle Donezker Einheiten wurden abgezogen.

    Die Schläger des Rechten Sektors hatten bei den Krawallen auf dem Kiewer Protestplatz Maidan, die im Februar 2014 zum Sturz des Präsidenten Viktor Janukowitsch führten, eine große Rolle gespielt. Seit dem Umsturz kämpfen die Nationalisten auf der Seite der regulären Armee gegen die Regierungsgegner im Osten der Ukraine. Im April dieses Jahres teilte die Regierung in Kiew mit, dass die Schläger des Rechten Sektors bei der ukrainischen Armee als Vertragssoldaten beschäftigt würden.

    Im November 2014 hatte das Oberste Gericht der Russischen Föderation die Organisation Rechter Sektor auf die Liste der extremistischen Organisationen gesetzt.

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    Tags:
    Extremismus, Bataillon Donbass, OSZE, Rechter Sektor, Mariupol, Schirokino, Ukraine