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    Ukraine: Das Morden geht weiter, der Westen schaut weg - Politiker

    © AP Photo / Evgeniy Maloletka
    Politik
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    Während in der Ukraine Zivilbevölkerung umgebracht wird, schaut der Westen „aus politischen Gründen“ weg, wie der Menschenrechtsbeauftragte beim russischen Außenministerium, Konstantin Dolgow, am Freitag in einem Gespräch mit Journalisten sagte.

    „Wo ist denn die Reaktion der westlichen Länder und internationaler Organisationen auf die Verstöße gegen die Menschenrechte?“, fragte Dolgow.

    „Das ist schlicht und einfach Menschenmord, das Ermorden eigener Staatsbürger durch das ukrainische Militär”, betonte er.

    „Es gibt keine Reaktion, da es dafür politische Gründe gibt”, sagte er und betonte, dass es eine moralische Pflicht der internationalen Staatengemeinschaft sei, der „Straflosigkeit in der Ukraine ein Ende zu setzen”.

    Dolgow erinnerte daran, dass in der Ukraine immer noch keine Ermittlungen zu den Morden an Journalisten durchgeführt worden seien.

    Im April 2014 hatte die ukrainische Staatsführung eine militärische Operation gegen die Bewohner des Donezbeckens im Osten der Ukraine begonnen, die mit dem Februar-Staatsstreich nicht einverstanden waren. UN-Angaben zufolge sind im Laufe des Konflikts mehr als 6.500 Zivilisten ums Leben gekommen. Die Beilegung der Ukraine-Krise wird in verschiedenen Formaten, unter anderem bei den Verhandlungen der Kontaktgruppe in Minsk unter Vermittlung Russlands und der OSZE, behandelt.

    2014 waren in der Krisenregion der Ukraine vier russische Journalisten ums Leben gekommen: der Fotograf Andrej Stenin, Mitarbeiter der Nachrichtenagentur Rossiya Segodnya; der Journalist Igor Korneljuk und sein Tontechniker Anton Woloschin vom Staatsfernsehen Rossija 24 sowie der Fernsehkameramann Anatoli Kljan. Unter den Toten ist auch der italienische Fotograf Andrea Ronchelli.

    Das russische Außenministerium forderte damals von Kiew, den Tod der russischen Journalisten gründlich zu untersuchen.

    Im April wurde der ukrainische kritische Journalist Oles Busina in Kiew getötet worden. Laut der Kiewer Polizei handelte es sich dabei um einen Auftragsmord.

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    Tags:
    Menschenrechte, Minsker Abkommen, OSZE, Außenministerium Russlands, Anatoli Kljan, Andrea Ronchelli, Igor Korneljuk, Anton Woloschin, Andrej Stenin, Konstantin Dolgow, Ukraine