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    Situation in Mukatschewe

    Angriff des Rechten Sektors an EU-Grenze: Poroschenko beruft Militärkabinett ein

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    Nach dem Angriff schwer bewaffneter Rechtsextremisten im Westen des Landes beruft der ukrainische Präsident Petro Poroschenko das Militärkabinett des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats in Kiew ein.

    Das Hauptthema der Sondersitzung ist die Situation in Mukatschewe (Transkarpatien) nach dem Gefecht zwischen dem Rechten Sektor und den Sicherheitskräften, wie Poroschenkos Sprecher Swjatoslaw Zegolko mitteilte. Das Militärkabinett ist ein Arbeitsorgan des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates.

    Am Samstag hatten sich schwer bewaffnete Kämpfer des Rechten Sektors im westukrainischen Mukatschewe Gefechte mit den dortigen Sicherheitskräften geliefert. Bei den Schusswechseln wurden mindestens ein Zivilist und zwei Angehörige des Rechten Sektors getötet. Zudem gab es mindestens elf Verletzte.

    Nach Angaben des Kiewer Innenministeriums hatten die Extremisten als erste auf die Polizisten geschossen. Ihr Vorgehen begründeten die Angreifer mit dem Kampf gegen Schmuggel in der Region. Durch das Feuer aus Maschinengewehren und Panzerfäusten zerstörten die Nationalisten drei Polizeiwagen und setzten einen Polizeiposten und eine Tankstelle in Brand. Die Stadt, die rund 30 Kilometer von der EU-Grenze entfernt ist, musste zum Teil evakuiert werden. Das ukrainische Militär verlegte Schützenpanzer in die Region.

    Nach dem Gefecht verschanzten sich die Angreifer in einem Dorf, zogen sich dann in einen Waldstreifen zurück. Die Sicherheitskräfte sperrten die Gegend ab und forderten die Bewaffneten zur Kapitulation auf. Die Extremisten erklärten sich nur dann bereit, ihre Waffen niederzulegen, wenn der Anführer des Rechten Sektors, Dmitri Jarosch, ihnen das befehlen würde.

    Jarosch verhandelte am Sonntagabend mit Staatspräsident Poroschenko über eine Lösung. Davor forderte er eine Absetzung von Innenminister Arseni Awakow und der gesamten Polizeileitung in Transkarpatien. Landesweit gingen unterdessen zahlreiche Anhänger der ultranationalistischen Organisation aus Protest auf die Straße. Die Korrespondentin des ukrainischen Senders „112 Ukraina“ vor Ort berichtete, dass am auch frühen Montagmorgen in Mukatschewe Schüsse zu hören gewesen seien.

    Die Schläger des „Rechten Sektors“ hatten bei den Krawallen auf dem Kiewer Protestplatz Maidan, die im Februar 2014 zum Sturz des Präsidenten Viktor Janukowitsch führten, eine große Rolle gespielt. Seit dem Umsturz kämpfen die Nationalisten auf der Seite der regulären Armee gegen die Regierungsgegner im Osten der Ukraine.

    Im April dieses Jahres teilte die Regierung in Kiew mit, dass die Schläger des „Rechten Sektors“ bei der ukrainischen Armee als Vertragssoldaten beschäftigt würden. Nationalistenchef Dmitri Jarosch wurde zum Berater des ukrainischen Generalstabschefs. In Russland ist der "Rechte Sektor" als Terrororganisation verboten; der Anführer Jarosch steht wegen Terrorverdacht auf Fahndungsliste.

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    Tags:
    Extremismus, Maidan, EU, Rechter Sektor, Petro Poroschenko, Arsen Awakow, Dmitri Jarosch, Swjatoslaw Zegolko, Ukraine, Mukatschewe