23:23 20 November 2019
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    Der russische Präsident Wladimir Putin und der Vorsitzende der Volksrepublik China Xi Jinping

    Russland und China bauen Großbündnis von Schanghai bis St. Petersburg

    © AFP 2019 / Alexander Nemenov
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    Russland und China beabsichtigen, ihre regionalen Projekte – die „Eurasische Wirtschaftsunion“ und den „Wirtschaftsgürtel der Seidenstraße“ – zu vereinen. Dies soll ihre Position als Garanten der militärstrategischen Sicherheit der zentralasiatischen Länder festigen, schreibt die amerikanische Zeitschrift „Foreign Policy“.

    Der russische Präsident Wladimir Putin und der Vorsitzende der Volksrepublik China, Xi Jinping, hätten diese Vereinbarung während des Gipfeltreffens vom 8. bis 10. Juli im russischen Ufa geschlossen. 

    Unter anderem hätten die beiden Staatschefs den Bau chinesischer Autostraßen und Eisenbahnen sowie von Pipelines in den Staaten Zentralasiens im Gesamtwert von mehreren Milliarden US-Dollar besprochen. Die Entwicklung der Eurasischen Wirtschaftsunion, der Russland, Weißrussland, Kasachstan, Kirgisien und Armenien angehören, stünde auch auf der Tagesordnung.

    Das gegenseitige Interesse Russlands und Chinas an der Zusammenarbeit sei durch ähnliche Ansichten zur Entwicklung von Zentralasien und durch die Überschneidung regionaler Projekte wie der EWU und des Wirtschaftsgürtels der Seidenstraße geprägt.

    Die beiden Projekte werden unter der Schirmherrschaft der Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) vereinigt, was diese Organisation zu einem "hervorragenden Bündnis mit einer Einflusssphäre von Schanghai bis St. Petersburg machen wird", wie der Autor des Artikels, Reid Standish, schreibt. 

    Außerdem könnten laut dem Zentralasien-Experten der Universität Glasgow Luca Anceschi die gebilligten SOZ-Beitrittsanträge Indiens und Pakistans sowie die potentielle Mitgliedschaft Irans „die Bedeutsamkeit“ der Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit im asiatisch-pazifischem Raum wesentlich vergrößern“.

    Dabei könne Russland, das einige Verluste wegen den westlichen Sanktionen erlitten habe, die notwendigen Investitionen in seine Entwicklungsprojekte von Peking bekommen. Seinerseits beabsichtige Moskau, so Standish, die Aufrechterhaltung der militärstrategischen Sicherheit der Länder Zentralasiens zu übernehmen.

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    Sicherheit, SOZ-Gipfel in Ufa, SOZ, Eurasische Wirtschaftsunion (EAWU), Luca Anceschi, Xi Jinping, Wladimir Putin, China, Russland