04:01 16 Dezember 2019
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    Iran Atomgespräche in Wien

    Verhandlungen über iranisches Atomprogramm gehen zugunsten Irans aus – Expertin

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    Der Iran und die Sechsergruppe werden trotz aller Streitpunkte in der nächsten Zeit eine Einigung in den Atomgesprächen erreichen, wie die wissenschaftliche Mitarbeiterin des Instituts für Orientalistik der Russischen Akademie der Wissenschaften, Lana Ravandi Fadai, dem Rundfunksender Sputnik sagte.

    Die gegenwärtige Runde der Verhandlungen über das iranische Atomprogramm läuft am Montag, den 13. Juli, in Wien. Diese Runde werde vermutlich unabhängig vom Ergebnis die letzte werden.

    Der Iran und die Sechsergruppe, bestehend aus Russland, den USA, China, Großbritannien, Frankreich und Deutschland, haben sich im Laufe der Gespräche bereits auf die Aufhebung der finanziellen und wirtschaftlichen Sanktionen geeinigt. In Bezug auf das Waffenembargo gibt es jedoch noch keine Einigung. So plädiert Washington für eine Beibehaltung des Waffenembargos für weitere acht Jahre. China schlägt vor, das Embargo erst zwei Jahre nach der Vereinbarung aufzuheben, während Russland es schnellstmöglich zu beenden beabsichtigt.

    Laut Lana Ravandi Fadai wird es den Seiten in der nächsten Zeit trotzdem gelingen, die Knackpunkte zu überwinden. Die Verhandlungen würden mit Erfolg vor allem für die iranische Seite enden.

    "Iran ist sanktionsmüde und wird jetzt alle Bedingungen akzeptieren, damit die Sanktionen aufgehoben werden. Die iranische Seite ist im Prinzip bereits einen Kompromiss eingegangen. Sie hat sich damit einverstanden erklärt, dass das Waffenembargo erst in einem halben Jahr aufgehoben wird. Es ist schwer zu sagen, ob das heute oder morgen geschehen wird. Aber, ich denke, wir werden Zeugen dessen, wie die Verhandlungen in der allernächsten Zeit zum Beginn der Aufhebung der Sanktionen führen werden", sagte Lana Ravandi Fadai Sputnik in der Rundfunksendung.

    Dabei betonte die Wissenschaftlerin, dass die amerikanischen Kongressabgeordneten, deren Mehrheit  gegen die Aufhebung der Sanktionen gegen Iran auftritt, einen großen Einfluss auf den Verhandlungsablauf haben. Sie bewerten den bevorstehenden Atomdeal mit Iran als „schlecht“ und beabsichtigen, seine Billigung durch den Kongress zu erschweren. 

    „Letztendlich werden die Menschen, wie ich denke, verstehen, dass diese Vereinbarung eine schlechte Vereinbarung ist, die es dem Iran ermöglicht, Atomwaffen zu entwickeln“, sagte der Vorsitzende des außenpolitischen Ausschusses des US-Senats, Bob Corker.

    Fadai ist jedoch überzeugt, dass Russland die Verhandlungen zum Erfolg bringen wird. „Ich bin der Meinung, dass die Ergebnisse dieser Verhandlungen zugunsten Irans beendet werden. Und hier, wie ich denke, wird Russland eine wichtige Rolle spielen“, teilte die Expertin mit.

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    Sanktionen, Embargo, Waffen, Atomprogramm, Lana Ravandi Fadai, Bob Corker, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, China, USA, Iran