10:43 19 Februar 2020
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    Das Sperren des Kontos der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Rossiya Segodnya bei der Londoner Bank Barclay’s ist nach Ansicht des Menschenrechtsbeauftragten des russischen Außenministeriums, Konstantin Dolgow ein schwerer Schlag gegen die Pressefreiheit.

    „Das ist ein weiteres Beispiel für die Unterhöhlung der Pressefreiheit in Großbritannien, das so stolz auf ihre Demokratie ist“, schrieb Dolgow am Montag im Kurznachrichtendienst Twitter.

    Zuvor hatte ein Sprecher der Bank in einem Gespräch mit RIA Novosti gesagt, das Geldhaus werde die Agentur demnächst offiziell darüber informieren. Den Grund für die Kontosperrung wollte der Sprecher aber nicht nennen. Kurz danach teilte ein Bankexperte, der anonym bleiben wollte, mit, dass das britische Schatzamt den Generaldirektor von Rossiya Segodnya, Dmitri Kisseljow, auf seine Sanktionsliste gesetzt hatte. Das könnte ein möglicher Grund sein, hieß es.

    Derzeit bleibt das Konto dicht. Auch Kontodaten sind nicht mehr abrufbar. Die offizielle Benachrichtigung über die Entscheidung der britischen Behörden ist bei Rossiya Segodnya immer noch nicht eingelaufen. Kisseljow selbst hatte die Kontosperrung zuvor als Zensur bezeichnet.

    Nach Angaben des Außenministeriums in Moskau fordert Russland die britischen Behörden auf, sich offiziell zur Schließung des Kontos zu äußern.

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    Tags:
    Rossiya Segodnya, Konstantin Dolgow, Dmitri Kisseljow, Russland, Großbritannien