15:46 21 August 2017
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    MH17-Absturzort in der Ostukraine

    Kreml: Kein Kommentar zu westlichen Publikationen über Boeing-Absturzbericht

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    Ermittlungen zu MH17-Absturz (223)
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    Der Kreml wird sich nicht zu Details eines Berichts über den Absturz einer malaysischen Passagiermaschine vor einem Jahr über der Ostukraine äußern. Wie Kremlsprecher Dmitri Peskow am Mittwoch in Moskau sagte, hatten ausländische Medien am gleichen Tag über Einzelheiten des von niederländischen Experten erstellten Berichts informiert.

    Der Nachrichtensender CNN berichtete unter Berufung auf einen Experten, der das Dokument gelesen haben soll, dass die Schuld für den Absturz der MH17-Maschine den Donezker Volksmilizen und dem Flugunternehmen in die Schuhe geschoben wird. Der Bericht enthalte einen genauen Typ der tödlichen Rakete und Daten ihrer Flugbahn, hieß es.

    „Ich kann nicht kommentieren, weil mir bislang keine substantiellen Informationen vorliegen“, sagte Peskow.

    Die Boeing 777 der Malaysia Airlines war am 17. Juli aus bisher ungeklärter Ursache im umkämpften ostukrainischen Gebiet Donezk abgestürzt. Alle 298 Insassen der von Amsterdam nach Kuala Lumpur fliegenden Verkehrsmaschine, darunter 85 Kinder, kamen ums Leben.

    In der Region lieferten sich die ukrainische Armee und bewaffnete Regierungsgegner seit Monaten heftige Gefechte. Die Regierung in Kiew und die Milizen werfen sich gegenseitig vor, den Jet abgeschossen zu haben. Noch vor Beginn der Ermittlungen hatten viele Kiewer und westliche Politiker die ostukrainischen Volksmilizen für den mutmaßlichen Abschuss verantwortlich gemacht und Russland eine Verwicklung vorgeworfen.

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    Flugzeugabsturz, MH17, CNN, Dmitri Peskow, Donezk, Ukraine, Russland
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