05:15 24 August 2017
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    Petro Porosсhenko

    Rechter Sektor droht Poroschenko die Todesstrafe an

    © AFP 2017/ PATRIK STOLLARZ
    Politik
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    Im Falle eines neuen Staatsstreichs wird die Nationalisten-Garde Rechter Sektor den ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko nicht unterstützen, und ihm wird es nicht gelingen, aus dem Land zu fliehen, schreibt Voice of America unter Berufung auf den Sprecher der Nationalistenbewegung, Artjom Skoropadski.

    „Falls es zu einer neuen Revolution kommt, werden der ukrainische Präsident Poroschenko und seine Kampfgenossen nicht aus dem Land fliehen können, wie es der vorherige Präsident gemacht hat. Sie können nichts anderes als die Todesstrafe in einem dunklen Keller erwarten, die eine Gruppe von jungen ukrainischen Soldaten oder von Mitgliedern der Nationalgarde vollstrecken wird“, zitiert VOA Skoropadski und merkt dabei an, dass er das zu dem Radiosender noch vor den Ereignissen in Mukatschewo gesagt hat.

    Eine Kolonne der Nationalistengarde jagte am 11. Juli durch die Provinzhauptstadt Mukatschewo in den Karpaten unweit der ungarischen Grenze. Die Kämpfer waren mit Granatwerfern, Maschinenpistolen und einem schweren Maschinengewehr bewaffnet. An einem Kontrollpunkt der Polizei eröffneten sie das Feuer auf die Sicherheitskräfte. Dabei wurden ein Dutzend Personen verletzt, darunter Zivilisten. Drei Menschen starben.

    Der Pressesprecher des Rechten Sektors betonte, dass seine Organisation zwar nicht zum Staatsstreich aufrufe, er aber nicht zu vermeiden sei, wenn die Regierung taub gegen die Bitten der Kämpfer der Bataillone und der Bevölkerung bleiben werde, heißt es im VOA-Artikel.

    Einige Experten seien dabei der Meinung, dass die ukrainischen Nationalisten sich im Klaren sind, dass sie keine ausreichende Unterstützung durch die Bevölkerung genießen, und im Endeffekt einen Versuch unternehmen können, die Macht zu ergreifen. Außerdem sei die ukrainische Armee sehr eng mit den nationalistischen Organisationen verbunden. Deswegen sei es höchst wahrscheinlich, dass im Falle eines Konflikts der Regierung mit den Rechtsextremisten die Armee auf der Seite der Letzten auftreten werde, schreibt VOA weiter.

    „Die einzige Frage besteht darin, die richtige Person zu finden, die als Diktator und als Retter des Landes erscheinen würde“, zitiert VOA den Blogger und Kämpfer des Bataillons „Donbass“ Dmitri Resnitschenko.

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