18:52 19 Februar 2020
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    Die EU will einen Keil zwischen die Türkei und Russland treiben, indem sie die Krim-Tataren als eine unterdrückte Minderheit darstellt. Dabei schaut der Westen bei Journalisten-Morden in der Ukraine und den völkerrechtswidrigen Militäreinsätzen gegen Flüchtlings-Boote im Mittelmeer weg, wie die Zeitung „Deutsch Türkische Nachrichten“ berichtet.

    „Während das Attentat auf Journalisten des Satire-Magazins (Charlie Hebdo – d. Red.) weltweit zu Solidaritätskundgebungen geführt hatte, lassen Attentate gegen journalistische Kritiker des Westens die EU kalt. Was Recht und Unrecht ist, bestimmt schließlich Brüssel. Dabei ist ein Realitätsverlust in den europäischen Hauptstädten zu beobachten“, schreibt DTN.

    Am 16. April 2015 ist der regierungskritische Journalist Oles Busina in der Nähe seines Hauses im Zentrum Kiews erschossen worden. Ukrainische Nationalisten bekannten sich zu diesem Mord. Diese Ermordung habe, so die Zeitung, keine Welle der Empörung in Europa ausgelöst, deshalb sei dies der Beweis dafür, dass in der EU eine Doppelmoral herrsche.

    „Die EU schaut weg und will den Krim-Konflikt nutzen, um einen Keil zwischen die Türkei und Russland zu treiben. Dabei sollen die Krim-Türken benutzt werden. Erdoğan und Putin müssen wachsam sein“, berichtet die Zeitung. Es sei sehr wichtig, dass Ankara und Moskau hinsichtlich dieser Probleme eng zusammenarbeiten, um keine Destabilisierung im Kaukasus und in Zentralasien zuzulassen und „von der EU unterstützte separatistische Provokateure unter Kontrolle zu bekommen“.

    Vor dem Hintergrund der völkerrechtswidrigen Militäreinsätze gegen Flüchtlings-Boote im Mittelmeer, die unter dem Deckmantel „humanitärer Einsätze“ durchgesetzt werden, sei der Vorwurf seitens der EU, dass auf der Krim das Völkerrecht gebrochen worden sei, erst recht nicht korrekt: „Auf der Krim wurde ein völkerrechtskonformes Referendum abgehalten, und die Menschen haben sich dort aus freien Stücken für den Beitritt zu Russland entschieden“, betont DTN.

    In Anbetracht der Versuche, die Krim-Türken (Krim-Tataren – d. Red.) durchgehend als unterdrückte Minderheit auf der Krim darzustellen, sollten Russland und die Türkei „in Absprache ihre geopolitischen,Vorhöfe’ stabilisieren“, beteuert das Blatt. Dies sei sehr wichtig, um keiner dritten Partei die Möglichkeit zu bieten, eine religiöse, ethnische oder ideologisch-nationalistische Karte zu nutzten, um beide Staaten gegeneinander aufzuwiegeln und sie zu schwächen.

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    Tags:
    Migranten, Tataren, Journalisten, Doppelstandards, EU, Charlie Hebdo, Oles Busina, Russland, Türkei, Krim