15:43 28 September 2020
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    Russisch-ukrainischer Gasstreit (231)
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    Der EU-Außenministerrat ruft zu einer langfristigen Aufrechterhaltung des Gastransits über ukrainisches Territorium auf, heißt es in einem von dem Rat unterbreiteten Dokument.

    „Die Instrumente der Außenpolitik müssen für die Eröffnung der Möglichkeiten für die Zusammenarbeit mit allen wichtigen Erzeuger- und Transitländern (von Energie – d. Red.), besonders unter unseren Nachbarn, ausgenutzt werden.“ 

    Dazu gehöre unter anderem die Notwendigkeit, die langfristigen Lieferungen von Energie sowohl in die Ukraine als auch durch dieses Land, angesichts der andauernden trilateralen Verhandlungen zu gewährleisten.

    Zuvor hatte sich Maroš Šefčovič, EU-Kommissar für die Energieunion, zu den Plänen von Gazprom zum Bau neuer Gaspipelines geäußert. „Falls man sich den Bau und die Bauvorschläge Gazproms bei den Gaspipelines ansieht, ist eines der Ziele, das ukrainische Transitsystem weniger aktuell zu machen bzw. die Lieferungen durch die Ukraine völlig zu stoppen. Dies würde sehr negative Folgen für die Energiesicherheit in Europa mit sich bringen.“

    Russlands neue Projekte können ihm zufolge das Gasgleichgewicht in Europa ändern und die Länder Mittel-, Süd- und Osteuropas in eine schwierige Situation versetzen. 

    Vorher hatte die Führung des russischen Energieriesen mehrmals die Absicht bekundet, den Gastransit via Ukraine in die EU nach 2019 zu stoppen. 

    Nach 2019 werde russisches Gas über die Pipeline Nord-Stream-2 auf dem Grund der Ostsee und über die Turkish-Stream —Pipeline fließen, über die Gas von Russland auf dem Grund des Schwarzen Meeres via Türkei zur griechischen Grenze transportiert werden wird.

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    Tags:
    Gastransit, Nord Stream, Türkischer Strom, Erdgas, Gazprom, EU, Maroš Šefčovič, Türkei, Ukraine