07:04 25 Oktober 2020
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    Internationale Friedensbemühungen im Ukraine-Konflikt (146)
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    Die selbsternannten Republiken Donezk und Lugansk im Osten der Ukraine wollen die Minsker Abkommen auch nach einem Ausstieg Kiews aus dem Dialog weiter erfüllen. „Wir werden das selbstständig tun“, erklärten die offiziellen Vertreter der beiden Republiken in der Ukraine-Kontaktgruppe, Denis Puschilin und Wladislaw Dejnego, am Dienstag in Minsk.

    „Wir möchten unterstreichen, dass Donezk und Lugansk zum Dialog, zur Ausarbeitung von Normen der Wahlgesetzgebung und zur Diskussion über den Status des Donbass nach wie vor bereit sind“, heißt es in einer von den beiden Politikern abgegebenen Erklärung.

    Puschilin und Dejnego sprachen sich für eine Verlängerung der Friedensverhandlungen im gegenwärtigen Format auf das Jahr 2016, sollte der Donbass-Konflikt nicht bald beigelegt werden. „Wir unterstützen den vom Vorsitzenden des Europaparlaments, Martin Schulz, unterbreiteten Vorschlag, das Format zur Lösung des Konflikts beizubehalten, falls dieser nicht vor dem Ablauf von Minsk-2 beigelegt wird“, hieß es in der Erklärung. Puschilin und Dejnego erinnerten daran, dass das zweite Minsker Abkommen Ende dieses Jahres abläuft.

     

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    Minsker Abkommen, Wladislaw Dejnego, Denis Puschilin, Martin Schulz, Donezk, Lugansk, Ukraine