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    USA nutzen Dschihad, um die Lage an Russlands Grenzen zu destabilisieren

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    Politik
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    Anhand der strategischen Waffe „Dschihad ohne Grenzen“ versuchen die USA, die Kontrolle über Zentralasien zu gewinnen, das sie als „Hinterhof“ Russlands und Chinas auffassen. Dies schreibt der Politikwissenschaftler Nazanin Armanian in einem Gastbeitrag beim Nachrichtenportal Publico.es.

    Der religiöse Fundamentalismus im Kaukasus, im Nahen Osten, in Zentralasien sowie in den angrenzenden Gebieten des Indischen Ozeans werde zu einer Waffe in den Händen der amerikanischen Strategen. Deren Ziel sei es, so Armanian, ethnische und religiöse Spannungen in unmittelbarer Nähe zu den Grenzen Russlands und Chinas zu provozieren.

    „Als Werkzeuge, um dieses Ziel zu erreichen, verwenden die USA Terrorismus, Extremismus und Separatismus“, so der Experte.

    Der Islamische Staat profitiere „von der Schwäche der autokratischen Staaten in der Region, die auf der Grundlage von ethnischen und Stammesbeziehungen gegründet wurden. Damit kontrolliert er, wie der russische Präsident Wladimir Putin sagte, 25 von 35 afghanischen Provinzen, darunter auch die im Norden gelegenen.“

    Nach Meinung des Politologen spielt die Extremistengruppe Islamischer Staat die wesentliche Rolle dabei, dass die Nato Zentralasien unter ihre Kontrolle bringen könnte. Die ersten beiden Versuche, diese Region zu erobern – in den 1980er Jahren und nach dem 11. September 2001 in den USA – seien fehlgeschlagen, so Armanian.

    Die USA verfolge eine Reihe von Zielen des „lenkbaren Chaos“ in der Region, darunter die Einbeziehung Russlands in Konflikte, die „in Osteuropa (in der Ukraine), im Kaukasus und in Zentralasien stattfinden“, die Schaffung von Brennpunkten militärischer Spannungen um Iran sowie den Druck auf Indien, das ein Mitglied der BRICS ist, schreibt der Analytiker.

    „In Indien besteht stets die Möglichkeit, Massenaufstände zu provozieren. Und das mit Hilfe der 300 Millionen Menschen umfassenden muslimischen Gemeinschaft, hinduistisch-chauvinistischer Gruppen und Ministerpräsident Modi selbst. Wenn niemand diesen Wahnsinn stoppt, wird das Ausmaß eines Krieges sehr unberechenbar werden, und China, Russland, Indien und Iran werden in ihn hineingezogen“, betont Armanian.

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    Tags:
    Terrormiliz Daesh, Dschihad, Extremismus, Separatismus, Terrorismus, NATO, BRICS, Wladimir Putin, Nazanin Armanian, Narendra Modi, USA, Russland, China, Indien, Iran