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04:59 22 August 2019
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    Waffenabzug

    Donezker Volkswehr schließt einseitigen Waffenabzug ab

    © REUTERS / Kazbek Basaev
    Politik
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    Die Donezker Milizen haben nach eigenen Angaben den Abzug leichterer Waffen aus dem Frontgebiet abgeschlossen. Mörser, Panzer und andere Waffen mit einem Kaliber von unter 100 mm wurden überall, außer in den unruhigen Abschnitten, drei Kilometer von der Frontlinie entfernt.

    Innerhalb von drei Tagen seien mehr als 300 Panzer und Panzerfahrzeuge von ruhigen Frontabschnitten abgezogen worden, teilte das Verteidigungsministerium der nicht anerkannten Donezker Volksrepublik am Mittwoch mit. In den umkämpften Gegenden nördlich von Donezk und in Debalzewo bleibe die Technik vorerst in ihren Stellungen.

    Die Volksrepublik Donezk und die benachbarte Volksrepublik Lugansk, beide von Kiew abtrünnig, hatten am Sonntag unter Kontrolle der OSZE-Beobachter mit dem einseitigen Abzug von leichteren Waffen begonnen. Den Abzug schwerer Waffen hatten die ukrainische Regierung und die beiden selbsterklärten Republiken bereits im Februar vereinbart.

    Unterdessen wirft Donezk dem ukrainischen Militär vor, Raketenwerfer und Artillerie in Stellung zu bringen. „In Artjomowsk (20 Kilometer von der Frontlinie entfernt) wurden Panzerhaubitzen vom Typ SAU 2S5 Giazint und ein Mörser vom Typ 2B8 Tjulpan registriert“, teilte Eduard Bassurin, Vizestabschef der Volkswehr am Mittwochnachmittag mit. In Nowobachmutowka (34 Kilometer von Donezk und zehn Kilometer von der Frontlinie entfernt) wurden zwei Mehrfachraketenwerfer Grad und vier Panzerhaubitzen gesichtet.“

    Nach Angaben der Volkswehr hat das ukrainische Militär von Dienstag auf Mittwoch 56 Mal gegen die Waffenruhe verstoßen. Bei dem Beschuss brach in 13 Ortschaften die Stromversorgung zusammen. Am Dienstag hatte das ukrainische Militär von 40 Angriffen durch die Milizen berichtet.

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    Tags:
    Waffenruhe, Waffen, OSZE, Eduard Bassurin, Ukraine, Lugansk, Donezk