12:28 14 November 2019
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    Atomtest in der Wüste von Nevada (1951)

    USA und Nato zweifelten an ihren Abwehrmöglichkeiten gegen UdSSR

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    In den Zeiten des Kalten Krieges hat die Nato mehrere Konzepte der Abwehr gegen die „kommunistische Gefahr“ entwickelt.

    In einem Beitrag für die US-amerikanische Fachzeitschrift „The National Interest“ gibt Robert Farley einen Rückblick über die Pläne des Westens zum Widerstand gegen die sowjetischen Truppen.

    Noch vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges haben die USA und Großbritannien zu der Erkenntnis gekommen, dass die UdSSR einen Vorteil an der Zentralfront habe, und darauf gehofft, eine eventuelle Gefahr mit Hilfe von Atomwaffen einzudämmen.

    Bald darauf entwickelte Moskau seine eigene Atombombe.

    „In den 50-er und 60-er Jahren ist der Nato klar geworden, dass die sowjetischen Truppen die Kräfte der Allianz schnell zurückwerfen und Osteuropa schneller besiegen können, als sie dies während des Krieges getan haben.“

    „Dabei war sowohl die Nato als auch die Organisation des Warschauer Vertrages bereit, taktische Atomwaffen umfassend anzuwenden“, schreibt „The National Interest“.

    Farley zufolge hat sich die Situation in den 70-er Jahren des 20. Jahrhunderts von Grund auf geändert. Einerseits habe die Nato ihre Landkräfte verstärkt und  andererseits verstanden, dass ein eventueller Konflikt nicht unbedingt nuklear sein müsse.

    Zugleich habe die US-amerikanische Armee die Doktrin einer „aktiven Abwehr“ konzipiert, laut der  sowjetische Panzereinheiten auf Stellungen „herangelockt“ und mit Präzisionswaffen vernichtet werden könnten.

    Diese Variante wurde von manchen Politikern als sehr passiv kritisiert.

    In den 80-er Jahren wurde das Konzept eines so genannten Militär-Luft-Einsatzes erarbeitet. Es hat tiefgreifende Attacken auf Gegnerstellungen und einen gleichzeitigen Einsatz weitreichender Artillerie, der Luftstreitkräfte und der Landungstruppen vorgesehen, heißt es.

    Farley ist davon überzeugt, dass das Vorgehen der Nato während der Operation „Sturm in der Wüste“ 1991 die Fähigkeit der Allianz bewiesen habe, die sowjetische Gefahr abzuwehren.

    Zugleich gibt der Verfasser zu, dass die damaligen Militärs und Analytiker kein besonderes Vertrauen in die von ihnen entwickelten Strategien hatten.

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    Tags:
    Atomwaffen, NATO, The National Interest, Robert Farley, USA, UdSSR, Großbritannien