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    Französische Delegation inSewastopol (Krim)

    Französischer Parlamentarier Thierry Mariani will Krim im Oktober erneut besuchen

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    Der UMP-Abgeordnete und Chef des Auswärtigen Ausschusses der Nationalversammlung Frankreichs, Thierry Mariani, der sich in der vorigen Woche mit einer Delegation französischer Parlamentarier auf der Schwarzmeer-Halbinsel Krim aufgehalten hatte, will nach eigenen Worten diese russische Region im Oktober nochmal besuchen.

    Die von Mariani geleitete zehnköpfige Delegation hatte die Städte Jalta, Simferopol und Sewastopol besucht und sich dort mit der örtlichen Führung getroffen.

    Das ukrainische Außenministerium bezeichnete dies als „Missachtung der staatlichen Souveränität und einen bewussten Verstoß gegen die ukrainischen Gesetze“. Das Außenministerium Frankreichs bezeichnete diesen Krim-Besuch sogar als Verstoß gegen das Völkerrecht.

    In einem Interview für den Rundfunksender „France Info“ kündigte Mariani an, die Krim wahrscheinlich im Oktober erneut besuchen zu wollen.

    „Warum sind wir dorthin gefahren? Ganz einfach: Um Kontakte zu russischen Parlamentariern zu pflegen[…], um mit ihnen den Meinungsaustausch fortzusetzen und die Krim vor Ort zu besichtigen“, so der Politiker.

    „Für die Außenpolitik ist die Regierung zuständig,  Abgeordnete müssen aber Kontakte knüpfen und einen Dialog aufnehmen“, fügte Mariani hinzu.

    Die Krim hatte sich im März 2014 mit Russland wiedervereinigt, nachdem die Bevölkerung der Schwarzmeerhalbinsel in einem Referendum mehrheitlich dafür gestimmt hatte. Der Anlass für das Referendum war der Februar-Umsturz in der Ukraine, der von den meisten Krim-Bewohnern nicht anerkannt wurde.

    Moskau betont, dass das Krim-Referendum den Völkerrechtsnormen und der UN-Satzung entsprochen habe.

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    Thierry Mariani, Frankreich, Krim, Ukraine, Russland