15:17 25 September 2020
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    Lage im Donbass (284)
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    Laut dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko werden die im Donbass abzuziehenden schweren Waffen im Falle einer Eskalation des Konfliktes an ihre bisherigen Stellungen zurückgebracht.

    Zuvor hatte Poroschenko bekannt gegeben, dass im Donbass eine Pufferzone eingerichtet und die Waffen mit einem Kaliber unter 100 Millimeter abgezogen werden sollen. Ein entsprechendes Abkommen soll bis zum 3. August unterzeichnet und innerhalb von zehn Tagen umgesetzt werden.

    Der Präsident betonte am Montag in Kiew, dass es sich um keine Pufferzone bei Mariupol handeln könne. „Jede Kampfeinheit bleibt an ihrer Stelle. Nur schwere Artillerie und Mehrfachraketenwerfer-Systeme sollen abgezogen werden. Im Falle einer Eskalation des Konfliktes werden diese Waffen umgehend an ihre bisherigen Stellungen zurückverlegt“, so Poroschenko.

    Die bei Mariupol im Süden des Gebietes Donezk stationierten Militärkräfte würden nicht abziehen, sondern im Gegenteil die Stadt verstärkt schützen, so Poroschenko.

    „Ein besonderer Message an die Einwohner von Mariupol: Der Präsident und die Streitkräfte — die Besten von ihnen, darunter die Landungs- und Marinelandetruppen, bleiben bei Euch – und die Artillerie ist gerade dort konzentriert“, so der Präsident.

    Nach Medienberichten vom Wochenende sollten sich die ukrainischen Truppen von ihren Stellungen im Raum Schirokino bei Mariupol zurückziehen. Die Information über den Abzug des Bataillons „Asow“ aus Schirokino und des Bataillons „Aidar“ in Richtung Lugansk wurde im Stab der Kiewer Militäroperation zurückgewiesen. Es handle sich um eine planmäßige Rotation, hieß es.

    „Das ist unser Vorposten, den wir nie an jemanden abtreten werden. Wir verstärken den Schutz von Mariupol durch die besten Einheiten und Verbände der ukrainischen Streitkräfte sowie durch Eliteeinheiten und Marinetruppen“, sagte der Präsident.

    Wie der Vize-Vorsitzende des Volksrates der selbsterklärten Donezker Volksrepublik, Denis Puschilin, Ende Juni mitgeteilt hatte, haben die Behörden der "Donezker Volksrepublik"  Schirokino, einen der Krisenorte des Donbass, einseitig zu einer demilitarisierten Zone erklärt.

    Die Staatschefs der „Normandie-Vier“: Wladimir Putin, Angela Merkel, Francois Hollande und Petro Poroschenko – hatten sich nach einem Telefongespräch am 23. Juli verpflichtet, praktische Schritte zum Abzug der ukrainischen Truppen aus Schirokino bis zum 3. August  auszuarbeiten.

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    Bataillon Asow, Petro Poroschenko, François Hollande, Angela Merkel, Wladimir Putin, Kiew, Ukraine, Mariupol, Donbass