18:05 19 September 2020
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    Die Rotation und der Abzug der Freiwilligenbataillone aus Schirokino bei Mariupol ist möglicherweise ein Versuch, die Truppen, die sich Kiews Befehlen widersetzen, loszuwerden, wie am Dienstag ein Sprecher der Donezker Volksrepublik in einem Gespräch mit RIA Novosti äußerte.

    „Vielleicht möchte Kiew die Bataillone, die unkontrollierbar sind und sich den Befehlen widersetzen, von der Berührungslinie entfernen“, sagte er.

    Zuvor hatten am Wochenende Medien berichtet, dass sich die ukrainischen Truppen von ihren Stellungen im Raum Schirokino bei Mariupol zurückziehen sollen. Die Informationen über den Abzug des Bataillons „Asow“ aus Schirokino und des Bataillons „Aidar“ in Richtung Lugansk wurde am Montag im Stab der Kiewer Militäroperation dementiert. Es handle sich um eine planmäßige Rotation, hieß es. „Das ist unser Vorposten, den wir nie an jemanden abtreten werden. Wir verstärken den Schutz von Mariupol durch die besten Einheiten und Verbände der ukrainischen Streitkräfte sowie durch Eliteeinheiten und Marinetruppen“, sagte der ukrainische Präsident Petro Poroschenko.

    Am Dienstag bestätigte auch der Sprecher des Generalstabs der Ukraine Dmitri Gutsuliak, dass die Schaffung einer demilitarisierten Zone nicht den Abzug des ukrainischen Militärs aus Mariupol bedeute. „Unsere Kämpfer werden dort in voller Ausrüstung und mit Waffen, Maschinen- und Sturmgewehren, auch weiterhin die befestigten Stellungen besetzt halten“, betonte er.

    Im April 2014 hatte die ukrainische Staatsführung eine militärische Operation gegen die Bewohner des Donezbeckens im Osten der Ukraine begonnen, die mit dem Februar-Staatsstreich nicht einverstanden gewesen waren. UN-Angaben zufolge sind im Laufe des Konfliktes mehr als 6.500 Zivilisten ums Leben gekommen. Die Regelung der Situation im Donbass wird unter anderem bei Treffen der Kontaktgruppe in Minsk besprochen, die seit September des vorigen Jahres bereits drei Dokumente zur Beilegung des Konflikts angenommen hat.

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    Tags:
    Bataillon Asow, Bataillon Aidar, Petro Poroschenko, Ukraine, Schirokino, Mariupol, Donbass