17:06 28 Januar 2020
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    Die SOZ-Länder sollten Konzepte zum Widerstand gegen aggressive Informationskampagnen austauschen. Zudem muss ein Gegengewicht zum Monopol der westlichen Medien in der Welt geschaffen werden, wie der Generaldirektor der Agentur Rossiya Segodnya, Dmitri Kisseljow, zum Auftakt eines Treffens mit den Chefs von führenden Medien der SOZ-Länder sagte.

    Das von der Nachrichtenagentur Rossiya Segodnya und der russischen Staatsagentur für Presse und Massenkommunikation veranstaltete Treffen wurde am Dienstag in Moskau eröffnet. Die Hauptthemen sind der Aufbau eines gemeinsamen Informationsraumes der SOZ-Länder, der auf Meinungsvielfalt und journalistischer Ethik basiert. Nach den Diskussionen soll eine gemeinsame Erklärung angenommen werden. In der Schlusserklärung sollen Themen wie die Vertiefung der Kooperation zwischen den Medien der SOZ-Länder für ein glaubwürdiges und multipolares Weltbild festgehalten werden. Weitere Themen sind Informationssicherheit und wie Extremisten daran gehindert werden können, ihre Ideen im Internet zu verbreiten.

    „Wir sollten Konzepte austauschen, die wir beim Widerstand gegen Informationsaggressionen (Medien-/Informationsoffensiven) in unseren Ländern nutzen. Die Idee läuft darauf hinaus, das Monopol der Mainstream-Medien in der Welt auszubalancieren, das uns vor allem aus dem Westen geboten wird“, sagte Kisseljow.

    Ihm zufolge sollen bei dem SOZ-Medientreffen Maßnahmen zur Förderung eines gemeinsamen Informationsraums, der nahezu die Hälfte der Weltbevölkerung ausmacht, beschlossen werden. „Ich bin davon überzeugt, dass wir uns heute auf diesem Weg voran bewegen werden, einen eindrucksvollen und offenen Dialog aufnehmen und die Richtung finden, in der man sich bewegen kann“, so Kisseljow.

    An der Veranstaltung nahmen die Chefs der führenden Medien der SOZ-Länder, darunter die Nachrichtenagentur Xinhua (China), die Nachrichtenagentur IRNA (Iran), die Rundfunk- und Fernsehanstalt TRT (Türkei), die Nachrichtenagentur Kabar (Kirgisien), die Nachrichtenagentur Chowar (Tadschikistan), die Fernseh- und Rundfunkanstalt Kasachstan (Kasachstan) und die Mediengruppe India Today Group (Indien), teil.

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    Tags:
    Informationskrieg, Medien, Rossiya Segodnya, SOZ, Dmitri Kisseljow, Russland