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    Italienische Politiker besuchen Krim Anfang Oktober – Zeitung

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    Eine Gruppe italienischer Parlamentsabgeordneter und ein Senator beabsichtigen, Anfang Oktober auf die russische Halbinsel Krim zu reisen, um sich ein Bild vom realen Stand der dortigen Situation nach dem Referendum zu machen, wie die Zeitung Kommersant schrieb.

    Die italienische Delegation unter der Leitung des Abgeordneten der Fünf Sterne-Bewegung Alessandro Di Battista soll aus fünf bis acht Parlamentariern bestehen. Ihnen soll sich ein Senator der Partei Lega Nord, Sergio Divina, anschließen.

    „In diesen Tagen nehme ich Kontakt mit der russischen Botschaft in Rom auf, um die Reise zu organisieren“, sagte das Mitglied des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten der Parlamentskammer Italiens Manlio di Stefano.

    Die Reise auf die Krim hat der italienischen Seite der Vizechef des Auswärtigen Ausschusses des russischen Unterhauses, Andrej Klimow, vorgeschlagen. Der Besuch habe zum Ziel, mit eigenen Augen zu sehen, „wie die Menschen auf der Krim nach dem Referendum von 2014 leben“, so die Italiener.

    Die italienische Partei „Fünf Sterne“ unterscheidet sich sehr von der französischen Republikaner-Partei, deren Abgeordnete die Krim bereits im Juli besucht haben. Die Republikaner gehören einer der führenden Parteien des Landes an, während „Fünf Sterne“ eher auf lokaler Ebene einflussreich ist. Die Angeordneten der Partei sind durch anti-europäische und anti-amerikanische Äußerungen bekannt.

    So forderte vor kurzen di Stefano in einer Parlamentssitzung die Abgeordneten auf, „die Politik von Barack Obama und der Nato in Europa zu stoppen, ehe es zu spät ist“. Er warf Washington die Zuspitzung der internationalen Beziehungen vor und erinnerte ihn daran, dass in Kiew „sich ein echter Staatstreich mit Unterstützung des Westens ereignet hatte“.

    Neben der italienischen Delegation hätte auch der Präsident der sozialistischen Fraktion der Parlamentarischen Versammlung des Europarats, Andreas Gross, seine Absicht eines Krim-Besuches geäußert, so die Zeitung Kommersant.

    Einen Besuch der Halbinsel planen außerdem Vertreter der Bewegung für ein besseres Ungarn und das Mitglied des Europäischen Parlaments Nadine Morano, die im Juni die internationale Arbeitsgruppe „Für einen neuen Dialog mit Russland“ im Europarlament gegründet hatte.

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    Krim-Referendum, NATO, Lega Nord-Partei, Andreas Gross, Barack Obama, Manlio di Stefano, Sergio Divina, Alessandro Di Battista, Nadine Morano, Andrej Klimow, Rome, Russland, Italien, Krim