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09:09 22 August 2019
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    Situation in der Ukraine

    Ostukraine: Erneut vier Tote durch Artilleriebeschuss

    © Sputnik / Gergei Averin
    Politik
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    Durch Artilleriebeschuss sind in der Nacht zu Donnerstag in der Ostukraine vier Zivilisten getötet und sechs weitere zum Teil schwer verletzt worden, darunter zwei Kinder, wie die Volkswehr der selbsternannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk mitteilte.

    Die ukrainischen Sicherheitskräfte haben in der Nacht zu Donnerstag mehrere Städte in den Volksrepubliken Donezk und Lugansk mit schweren Waffen beschossen.

    Die ukrainische Armee habe allein in der vergangenen Nacht mehr als 60 Mal gegen die vereinbarte Waffenruhe verstoßen, wie das Verteidigungsministerium der Volksrepublik Donezk am Donnerstag mitteilte.

    „Am stärksten wurde die Stadt Gorlowka (bei Donezk – Red.) unter Artilleriebeschuss genommen. Auch zahlreiche weitere Städte wurden mit schweren Waffen beschossen“, hieß es aus dem Verteidigungsministerium.

    Dabei kamen vier Zivilisten ums Leben. Sechs Menschen wurden ins Krankenhaus gebracht. Unter ihnen waren zwei Kinder im Alter von 7 und 14 Jahren. Der 7-jährige Junge befindet sich in einem schweren Zustand, wie die Kinderrechtsbeauftragte von Donezk, Jana Tschepikowa, am Donnerstag mitteilte. 

    „Das siebenjährige Kind hat eine Kopfverletzung. Jetzt liegt es auf der Intensivstation“, sagte Tschepikowa.

    In derselben Nacht seien unter den Beschuss auch Bewohner der Stadt Dzerzhinsk (Donbass) geraten. Zwei Menschen starben. In einem Stadtteil sei der Strom ausgefallen, eine Gasleitung sei beschädigt.

    „Ukrainische Streitkräfte haben in der Nacht das Stadtzentrum unter Artilleriebeschuss genommen und zwei Zivilisten dabei getötet“, verlautete aus dem Innenministerium von Donezk.

    Die Angaben über die Zahl der Toten bzw. Verletzten und über Zerstörungen werden noch präzisiert.

    Im Februar einigten sich die Konfliktgegner auf eine Waffenruhe und einen beiderseitigen Abzug der schweren Waffen. Dennoch sprechen die Vertreter der Volksrepubliken immer wieder von einem einseitigen Abzug der schweren Waffen mit einem Kaliber unter 100 mm. Ihnen zufolge hält sich Kiew nicht an die Vereinbarung. Zudem komme es ständig zu Schusswechseln. Die Behörden von Donezk und Donbass berichten fast täglich von Angriffen auf die Stadt.

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    Tags:
    Oper, Tod, Kinder, Beschuss, Waffen, Streitkräfte der Ukraine, Lugansk, Donezk, Ukraine, Gorlowka, Donbass