02:00 01 April 2020
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    Russland-Sanktionen (476)
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    Europaweit sind nach Wifo-Angaben weit mehr als zwei Millionen Arbeitsplätze und rund 100 Milliarden Euro infolge der Russland-Sanktionen in Gefahr. Norwegen fühlt sich durch die EU-Sanktionen mehr berührt als andere EU-Länder, konstatiert eine Sprecherin der Deutsch-Norwegischen Handelskammer auf Anfrage von Sputniknews.

    Norwegen fühle sich durch die EU-Sanktionen mehr berührt als andere EU-Länder, so die Quelle. „Das betrifft vor allem den Energiebereich sowie die Tiefseebohrungen und Entwicklungen in der Arktis. Weite Teile der norwegischen Wirtschaft und der norwegischen Technologie sind mit diesen Bereichen verknüpft. Einige norwegische Unternehmen haben durch die Sanktionen einen potenziellen Markt verloren. Vor allem aber ist Norwegen von den russischen Gegensanktionen betroffen“, lautet der Kommentar.

    Kein anderes Land, mit Ausnahme von Polen, habe einen so großen Markt verloren wie Norwegen, als Russland das Importverbot für norwegischen Fisch verhängte. Elf Prozent dieses Marktes verschwanden praktisch über Nacht.

    Eine schwächere russische Wirtschaft habe außerdem dazu geführt, dass norwegische Investitionen in Russland unsicherer und verlustreicher sind. Konkret betreffe das den norwegischen Pensionsfond.

    „Norwegen ist – mehr als andere EU-Staaten – sehr an der bilateralen Zusammenarbeit mit Russland interessiert, schon allein wegen des Grenzgebiets im Norden. Je länger die Sanktionen dauern, desto stärker werden diese auch die norwegische Wirtschaft beeinflussen“, sagte die Sprecherin AHK Norwegen.

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    Sanktionen, EU, AHK, Russland, Norwegen, Arktis