18:51 25 September 2017
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    Kreml-Sprecher Dmitri Peskow

    US-Sanktionen: Kreml schließt asymmetrische Gegenmaßnahmen nicht aus

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    Politik
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    Russlands Antwort auf Sanktionen des Westens (173)
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    Russland schließt „asymmetrische“ Gegenmaßnahmen als Reaktion auf die Erweiterung der Sanktionen durch die USA nicht aus. Das sei aber kein Selbstzweck, wie Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Freitag äußerte.

    „Unsere Einstellung zu solchen Entscheidungen bezüglich der Einführung von Sanktionen durch die USA ist weitaus bekannt, sie ändert sich nicht. Wir halten solche Sanktionen für rechtswidrig, sie wiedersprechen den internationalen Rechtsnormen. Sie schaden den zweiseitigen Beziehungen. Aber vor allem verhängen die USA diese Strafmaßnahmen ohne offenbaren Grund und verfolgen damit kein konkretes Ziel“, sagte Peskow.

    Am Donnerstag verkündete das US-Finanzministerium die Erweiterung der Sanktionsliste um weitere elf Personen und 15 Unternehmen. Betroffen seien unter anderem der russische Geschäftsmann Roman Rotenberg und der Sohn des ehemaligen ukrainischen Präsidenten, Alexander Janukowitsch.

    Auf der Sanktionsliste stünden jetzt auch das Mechanische Werk Ischewsk, der Konzern Ischmasch (beide Russland), die Handelshäfen in Sewastopol, Feodossija, Jewpatorija, Jalta und Kertsch (alle auf der Krim) sowie Töchter der russischen Außenhandels- und Entwicklungsbank VEB und des Ölkonzerns Rosneft.

    Dabei äußerte der Pressesprecher der US-Botschaft in Moskau, William Stevens, dass die neuen Strafmaßnahmen eingeführt worden seien, um frühere Sanktionen zu verschärfen. Das sei eine Routinesache und hänge nicht mit dem Veto zusammen, das Russland gegen den Resolutionsentwurf zur Einsetzung eines MH17-Tribunals im UN-Sicherheitsrat am Mittwoch eingelegt hatte.

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    Tags:
    Tribunal, MH17, Sanktionen, Ischmasch, Rosneft, William Stevens, Dmitri Peskow, USA, Russland
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