03:11 23 November 2019
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    US-Soldat in Syrien

    Syrien-Krieg: Obama genehmigte Einsatz von US-Luftwaffe gegen Assads Armee im Notfall

    © AFP 2019 / Ali Al-Saadi
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    US-Präsident Barack Obama hat den Einsatz der Luftwaffe beim Schutz der von den USA ausgebildeten Truppen in Syrien genehmigt, falls sie von den syrischen Regierungstruppen bzw. anderen Gruppierungen attackiert werden, wie die Zeitung „The Wall Street Journal“ mitteilte.

    US-amerikanischen Beamten zufolge soll diese Entscheidung dem mehrere Monate andauernden Streit über die Rolle des US-Militärs bei der Unterstützung seiner nicht sehr zahlreichen Alliierten in Syrien ein Ende setzen.

    In Übereinstimmung mit den neuen Regeln könnte das Pentagon notfalls auch Schläge gegen das Assad-Regime zum Schutz der US-Verbündeten führen. 
    Dennoch sei eine direkte Konfrontation in nächster Zeit kaum wahrscheinlich, so die Zeitung.

    „Die unlängst ausgebildeten Einheiten haben den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat und nicht gegen das Regime zur Aufgabe, deswegen werden sie nicht an unter der Kontrolle der Regierungstruppen stehenden Orten stationiert.“

    Der Sprecher des Nationalen US-Sicherheitsrates, Alistair Baskey, gab keinen Kommentar zu den neuen Bestimmungen ab.

    Die US-Administration gab ihm zufolge aber klar zu verstehen, dass sie alle nötigen Maßnahmen zur Unterstützung der Truppen ergreifen wird.

    Ihrerseits betonte die Pentagon-Sprecherin Elissa Smith, dass die Luftangriffe der USA und der internationalen Koalition gegen IS-Kämpfer gerichtet seien.

    Zugleich gibt Washington ihr zufolge zu, dass zurzeit mehrere  Gruppen an verschiedenen Fronten kämpfen, einschließlich derjenigen, die gegen das Assad-Regime auftreten.

    Grünes Licht für ein US-Ausbildungsprogramm für syrische Oppositionelle war im Mai gegeben worden. Es sieht eine militärische Ausbildung von bis zu 5.400 Rebellen jährlich vor.

    Zuvor hatte US-Verteidigungsminister  Ashton Carter eingestanden, dass das US-Programm zur Formierung der gemäßigten syrischen Opposition mit Schwierigkeiten konfrontiert werde und dass jetzt lediglich 60 Menschen daran teilnehmen.

    Russlands Außenminister Sergej Lawrow hatte im Mai dieses Jahres die Position Moskaus bekannt gegeben, dass sich der größte Teil „der gemäßigten  bewaffneten syrischen Opposition“ im Ergebnis den Terroristen anschließe.

    „Es scheint mir, dass Russland und die USA ihre Positionen in Bezug darauf annähern, dass die Regelung des Syrien-Konfliktes durch politische Mittel auf der Grundlage des Genfer Kommuniqués vom 30. Juni 2012  keine Alternative hat.“

    Dennoch unterstützt Russland laut Lawrow die Stellungnahme von Washington nicht, die gleichzeitig eine weitere Unterstützung der bewaffneten Opposition zulässt.

    Seit März 2011 dauert in Syrien ein bewaffneter Konflikt an, der nach UN-Angaben bisher mehr als 220.000 Menschenleben gefordert hat.

    Den Regierungstruppen stehen islamistische Terrormilizen gegenüber, die verschiedenen bewaffneten Gruppierungen angehören. Die bedeutendsten dieser Gruppierungen sind die Terrororganisation Islamischer Staat und die Rebellengruppe Dschabhat al-Nusra.

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    Tags:
    Terrormiliz Daesh, Dschabhat al-Nusra, Uno, Barack Obama, Alistair Baskey, Baschar al-Assad, USA, Syrien