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04:45 17 Oktober 2019
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    Edward Snowden

    Anwalt: USA verfolgen Snowden, statt eigene Fehler zuzugeben

    © REUTERS / Glenn Greenwald/Laura Poitras
    Politik
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    Für die USA war es leichter, den Enthüller Edward Snowden zu verfolgen, als eigene Fehler, unter anderem bei der Verletzung von Menschenrechten, zuzugeben, wie der russische Rechtsanwalt von Snowden, Anatoli Kutscherena, geäußert hat.

    „Wir verstehen ganz gut, dass die politische Führung der USA ziemlich voreingenommen gegenüber Snowden ist, denn das, was er der ganzen Welt mitgeteilt hat, ist ein sehr großer Nachteil bei der Arbeit der Administration von Präsident Obama“, sagte Kutscherena in einem Interview für RIA Novosti.

    „Die USA verfügen über solche mächtigen Behörden wie CIA und NSA. Doch statt die eigene Schuld anzuerkennen, halten sie daran fest, dass Edward angeblich ein Verbrechen begangen hat, indem er Informationen über Menschenrechtsverletzungen verbreitet hat. Es ist ja absurd, einen Menschen wegen der Wahrheit zu verfolgen“, fügte Kutscherena hinzu.

    Snowden macht sich laut Kutscherena noch keine Gedanken über den Erhalt der russischen Staatsbürgerschaft. „Nachdem das zeitweilige Asyl und die dreijährige Aufenthaltsgenehmigung abgelaufen sind, könnte die Staatsbürgerschaft in Frage kommen, falls er natürlich einen solchen Wunsch äußern sollte“, so Kutscherena.

    Snowden hatte im Juni 2013 den Zeitungen „Washington Post“ und „Guardian“ eine Reihe von Geheimdokumenten über Ausspähaktivitäten der USA und Großbritanniens übergeben. Danach flüchtete er zuerst nach Hongkong und dann nach Moskau. Russland gewährte dem Whistleblower einjähriges Asyl, und zwar unter der Bedingung, dass er seine Aktivitäten gegen die USA einstellt. Am 1. August 2014 wurde die Aufenthaltsgenehmigung für Snowden um drei Jahre verlängert. Damit kann er sich frei bewegen und auch ins Ausland reisen.

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    Tags:
    NSA, CIA, Guardian, Washington Post, Anatoli Kutscherena, Edward Snowden, Großbritannien, USA