17:43 22 Januar 2020
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    Lage im Donbass (284)
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    Der ukrainische Präsident Pjotr Poroschenko hat in einem Interview für die Zeitung „La Libre Belgique“ erklärt, dass es keinen Konflikt zwischen Ukrainern gibt, und warf die Geschehnisse im Osten des Landes den russischen Militärs vor, die, wie er sagte, sein Land besetzt haben.

    „Die russische Propaganda spricht von einem Konflikt zwischen den Ukrainern. Nein! Das ist eine wahre Aggression gegen mein Land. Und während wir sprechen, besetzen 9.000 russische Soldaten mit modernster Bewaffnung das Territorium meines Landes“, sagte Poroschenko in einem Interview mit dem Kiewer Reporter der Zeitung Sébastien Gobert, das am Montag veröffentlicht wurde.

    Vor einem Monat hatte Poroschenko der italienischen Zeitung „Corriere della Sera“ noch beeindruckendere Zahlen genannt: Damals ging es um 200.000 russische Militärs in der Ukraine. Auch damals fehlten allerdings jegliche Beweise.
    Die Vertreter der Ukraine und der westlichen Länder haben Russland mehrmals das Eingreifen in den Donbass-Konflikt vorgeworfen, wobei keine Beweise geliefert wurden. Das russische Außenministerium nannte diese Behauptungen „öffentliche beweislose Zwecklügen“.

    Sprecher der ukrainischen Militäroperation im Donezbecken Andrej Lyssenko
    © Sputnik / Alexander Maximenko
    Früher hatte Moskau wiederholt seine Nichtbeteiligung an den Ereignissen im Südosten der Ukraine bekundet und versichert, dass es keine Militärtechnik und Munition an die Volkswehr liefert, keine Seite im ukrainischen Konflikt ist und Interesse daran hat, dass die Ukraine die politische und Wirtschaftskrise überwindet.

    Der Militäreinsatz gegen die mit dem Umsturz unzufriedenen Donbass-Einwohner dauert seit mehr als einem Jahr an. Bei den Verhandlungen am 12. Februar in Minsk wurde eine Feuereinstellung vereinbart. Ferner kamen die Seiten über den Abzug der schweren Kriegstechnik, Verfassungsänderungen zur Dezentralisierung der Macht im Land sowie über einen besonderen Status für „einzelne Teile der Gebiete Donezk und Lugansk“ überein.

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    Soldaten, Militärtechnik, Propaganda, Petro Poroschenko, Kiew, Moskau, Ukraine, Donbass