16:27 08 Dezember 2019
SNA Radio
    Moskau

    Italiens Ministerpräsident: Westen sollte Russland nicht isolieren

    © Fotolia / Ginkgofoto
    Politik
    Zum Kurzlink
    2565
    Abonnieren

    Trotz Diskrepanzen mit Europa hinsichtlich der Ukraine-Krise bleibt Moskau ein wichtiger Vermittler bei der Lösung von internationalen Problemen, unter anderem bei der Terrorbekämpfung im Nahen Osten. Dies erklärte Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi in einem Interview für die japanische Wirtschaftszeitung „Nikkei“.

    Die japanischen Massenmedien sehen in Renzis Erklärung allerdings einen Hintergedanken. Italien hatte auf Atomenergie verzichtet und ist völlig von russischem Gas abhängig. Zudem hofft Renzi immer noch darauf, den Absatzmarkt für Agrarerzeugnisse, den größten für italienische Landwirte, zurückzubekommen.

    Früher in dieser Woche hatte der italienische Regierungschef Verhandlungen mit seinem japanischen Amtskollegen Shinzō Abe geführt. Die beiden Seiten unterstrichen die Notwendigkeit einer Fortsetzung der Kontakte mit Russland vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise.

    „Wir sollten Russland nicht isolieren“, sagte Renzi und gab dabei zu verstehen, dass seine Regierung enge Beziehungen zu Moskau pflege, berichtet der Fernsehsender Rossija 24.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Europaparlament setzt auf Verschärfung der Russland-Sanktionen
    „Forbes“: Russlands Wirtschaft trotz Sanktionen fest genug
    Kerry gibt Differenzen mit EU zu Sanktionen gegen Russland zu
    Russischer Duma-Politiker: USA über mangelhafte Isolierung Russlands besorgt
    Tags:
    Matteo Renzi, Shinzo Abe, Ukraine, Russland, Italien